Datum12.05.2026 19:08
Quellewww.zeit.de
TLDRArbeitsministerin Bärbel Bas (SPD) distanziert sich von der im Koalitionsvertrag vereinbarten Lockerung des Achtstundentags. Ursprünglich wollte die SPD das Thema nicht anfassen, da es aber im Vertrag steht, muss es nun angegangen werden. Ein erster Reformentwurf soll bis Ende Juni vorliegen. Bas plant, erneut auf Arbeitnehmer- und Arbeitgeberorganisationen zuzugehen, da frühere Gespräche scheiterten. Der DGB lehnt eine Abkehr vom Achtstundentag strikt ab.
InhaltIm Koalitionsvertrag hat sich die SPD auf ein Aufweichen des Achtstundentags eingelassen. Arbeitsministerin Bas würde das Thema am liebsten gar nicht erst anfassen. Bundesarbeitsministerin Bärbel Bas (SPD) hat sich von der im Koalitionsvertrag vereinbarten Lockerung des Achtstundentags distanziert. "Wenn es nach der SPD und nach mir persönlich geht, fassen wir das Thema Arbeitszeit gar nicht erst an", sagte Bas auf dem Bundeskongress des Deutschen Gewerkschaftsbunds (DGB) in Berlin. "Aber es steht im Koalitionsvertrag." In Deutschland sind in der Regel höchstens acht Stunden Arbeit am Tag erlaubt. CDU, CSU und SPD haben in ihrem Koalitionsvertrag festgehalten, dass sie "die Möglichkeit einer wöchentlichen statt einer täglichen Höchstarbeitszeit schaffen" wollen. Bas plant, ihren Reformentwurf im ersten Halbjahr und damit bis Ende Juni vorzulegen. Die Ministerin bedauerte, dass der Dialog mit Arbeitnehmer- und Arbeitgeberorganisationen zu dem Thema im vergangenen Jahr scheiterte. Sie wolle erneut auf die Sozialpartner zugehen und nochmals versuchen, eine Einigung zu erzielen. Der DGB lehnt eine Abkehr vom Achtstundentag strikt ab. Dieser Artikel wird weiter aktualisiert.