Datum12.05.2026 18:24
Quellewww.zeit.de
TLDREine Untersuchung der Creditreform zeigt, dass die Zahl industrieller Betriebe in Deutschland innerhalb von 15 Jahren um fast 20 Prozent gesunken ist, und ihr Anteil an der Gesamtwirtschaft von 7,8 % auf 6,6 % fiel. Besonders stark betroffen sind die Druck-, Metall- und Bekleidungsindustrie. Dieser Rückgang im traditionell exportstarken Industriesektor wird durch Wachstumszahlen in Dienstleistungen, Spezialisierungen und personenbezogenen Tätigkeiten begleitet, was auf einen Umbau der mittelständischen Wirtschaftsstruktur hindeutet.
InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Wirtschaftsforschung“. Lesen Sie jetzt „Zahl industrieller Betriebe sinkt“. Innerhalb von 15 Jahren ist die Anzahl der Betriebe im Verarbeitenden Gewerbe um fast 20 Prozent gesunken, wie eine Untersuchung der Creditreform Wirtschaftsforschung zeigt. Lag der Anteil industrieller Betriebe an der Gesamtwirtschaft 2010 noch bei 7,8 Prozent, waren es im Jahr 2024 nur noch 6,6 Prozent. Am meisten Rückgang verzeichneten Betriebe in der Druck- und Medienbranche, der Metallindustrie sowie in der Bekleidungsbranche. Zu anderen wirtschaftlichen Größen, wie etwa zur Wertschöpfung oder zur Beschäftigung, macht die Untersuchung keine Angaben. "Deutschland erlebt einen stillen Umbau seiner mittelständischen Wirtschaftsstruktur", sagte der Leiter der Creditreform Wirtschaftsforschung, Patrik-Ludwig Hantzsch. Der Strukturwandel wirke sich zulasten der Industrie aus, die traditionell für Produktivitätsfortschritt, Innovation und Exportstärke stehe. Während die Betriebszahlen im Verarbeitenden Gewerbe zurückgingen, wuchsen laut Creditreform Dienstleistungen, Spezialisierungen und personenbezogene Tätigkeiten. Besonders Hausmeisterdienste, Energieversorgung und Grundstücks- und Wohnungswesen legten leicht zu. Für die Untersuchung wurde die Zahl der Betriebe in unterschiedlichen Branchen in den Jahren 2010 und 2024 analysiert. © dpa-infocom, dpa:260512-930-72057/1