Wien: Angeklagter wollte aus Geltungssucht Taylor-Swift-Konzert angreifen

Datum12.05.2026 16:35

Quellewww.zeit.de

TLDREin 21-Jähriger wollte aus Geltungssucht und im Namen des IS Taylor-Swift-Konzerte in Wien angreifen. Er plante einen Selbstmordanschlag mit einem LKW, Bomben und Messern, um vor der Terrororganisation wie ein Held dazustehen. Da er keine Schusswaffen beschaffen konnte, verwarf er seine Pläne, eigene Anschläge, auch auf andere Konzerte, anzustiften. Die größten Terrorpläne waren auf die Fans vor dem Konzertgelände gerichtet. Daraufhin wurden alle drei Konzerte abgesagt. Dem Angeklagten drohen bis zu 20 Jahre Haft.

InhaltDrei Konzerte von Taylor Swift wurden in Wien abgesagt, nachdem Terrorpläne bekannt geworden waren. Der Hauptverdächtige sagte im Prozess, er wollte "groß rauskommen". Im Prozess um die wegen Terrorgefahr abgesagten Konzerte von Taylor Swift in Wien hat der Hauptverdächtige sein Geltungsbedürfnis als Motiv benannt. "Ich wollte mich so stark wie möglich bewaffnen, damit ich groß rauskomme", sagte der 21-jährige Angeklagte vor dem Landesgericht Wiener Neustadt zu seinen Anschlagsplänen, wie die österreichische Nachrichtenagentur APA meldete. Er habe vor der Terrormiliz "Islamischer Staat" (IS) wie ein Held dastehen und berühmt werden wollen. Nach Angaben der APA gab der Angeklagte weiter an, er habe bereits Wochen vor den Konzerten von Swift, die im August 2024 im Happel-Stadion hätten stattfinden sollen, Pläne gemacht. Demnach nahm er Kontakt mit einer Sicherheitsfirma auf, um sich als Sicherheitsmitarbeiter einzuschleusen. Er verwarf den Plan dann jedoch wieder, weil ein Gehalt für die Mitarbeit an einer Musikveranstaltung nicht mit seinem Glauben vereinbar sei. Zudem entschuldigte er sich "bei den ganzen Swifties". Sein Plan sei ein Selbstmordanschlag gewesen, den er im Namen des IS hätte begehen wollen. "Die größte Idee wäre, mit einem Lkw, bewaffnet, mit Bomben und Messern", sagte er laut APA. Er sei jedoch nicht an Schusswaffen gekommen. Er bezeichnete sich als "großen IS-Fanatiker" und hatte andere Jugendliche zu ähnlichen Anschlägen auf Konzerte anstiften wollen. Dem Angeklagten drohen bis zu 20 Jahre Haft. Am 28. Mai könnte ein Urteil fallen, der Prozess hatte Ende April begonnen. Laut Staatsanwaltschaft hatte der junge Mann bei seiner Festnahme eine Schrapnell-Bombe fast fertiggestellt. Ziel seiner letztlich geplanten Anschläge waren nach bisherigen Ermittlungen die Fans vor dem Konzertgelände. Der Anschlag hätte am 9. August 2024 stattfinden sollen, dem Datum des zweiten von drei Konzerten im Ernst-Happel-Stadion. Sicherheitshalber waren alle drei Konzerte in Wien mit erwarteten 200.000 Besuchern vom Veranstalter abgesagt worden. Swift hatte sich betroffen gezeigt und versprochen, wiederzukommen.