Datum20.11.2025 11:39
Quellewww.spiegel.de
TLDRDie Renten in Deutschland variieren stark zwischen den Bundesländern. Die höchsten Bezüge erhalten Rentner im Saarland (1805 Euro) und Nordrhein-Westfalen (1773 Euro), während Ostdeutschland die niedrigsten Renten hat, etwa in Thüringen (1572 Euro). Im Schnitt liegt die Bruttorente in Deutschland bei 1692 Euro, wobei Männer mit 1892 Euro deutlich mehr als Frauen (1459 Euro) erhalten. Der Beitragssatz zur Rentenversicherung ist mit 18,6 Prozent heute niedriger als 1998 (20,3 Prozent).
InhaltDie Bezüge der Rentnerinnen und Rentner unterscheiden sich erheblich von Bundesland zu Bundesland. Wer bekommt am meisten, wer am wenigsten? Der Überblick. Die höchsten Renten in Deutschland bekommen Menschen im Saarland und in Nordrhein-Westfalen ausgezahlt. Das geht aus dem Rentenatlas der Deutschen Rentenversicherung hervor. Die durchschnittliche Bruttohöhe aller Renten nach mindestens 35 Versicherungsjahren lag im vergangenen Jahr im Saarland bei 1805 Euro und in Nordrhein-Westfalen bei 1773 Euro im Monat. Dahinter folgen der ehemalige Ost-Teil Berlins mit 1756 Euro und Baden-Württemberg mit 1755 Euro. Die niedrigsten Renten bekommen Menschen in Ostdeutschland. Thüringen (1572 Euro), Sachsen-Anhalt (1580 Euro), Mecklenburg-Vorpommern (1591 Euro), Sachsen (1594 Euro), der ehemalige Westteil Berlins (1631 Euro) und Brandenburg (1640 Euro) belegen die letzten Plätze. Durchschnittlich beträgt die Bruttorente in Deutschland 1692 Euro. Männer bekommen mit durchschnittlich 1892 Euro im Schnitt deutlich höhere Renten als Frauen mit 1459 Euro. Die höchsten Renten werden für Männer in Baden-Württemberg (2013 Euro) und Nordrhein-Westfalen (2005 Euro) gezahlt, die niedrigsten in Mecklenburg-Vorpommern (1679 Euro) und Thüringen (1696 Euro). Bei Frauen liegen die Zahlungen am höchsten im ehemaligen Ostteil Berlins (1682 Euro) und Brandenburg (1543 Euro) und am niedrigsten in Niedersachsen (1394 Euro) und Bayern (1410 Euro). Die meisten Rentnerinnen und Rentner leben in Nordrhein-Westfalen (3,65 Millionen) und in Bayern (2,63 Millionen). Trotz der deutlich gestiegenen Zahl gezahlter Renten ist der Beitragssatz zur Rentenversicherung heute niedriger als zur Jahrtausendwende. 1998 lag er bei 20,3 Prozent, heute sind es 18,6 Prozent. 6,5 Prozent aller Renten und damit mehr als 1,7 Millionen zahlt die Deutsche Rentenversicherung ins Ausland. Davon allein etwa 72 Prozent in Länder der Europäischen Union. Knapp 86 Prozent aller Auslandsrenten gehen an ausländische Staatsangehörige, die durch ihre Beitragszahlungen an die Deutsche Rentenversicherung Rentenansprüche erworben haben.