Datum12.05.2026 12:45
Quellewww.spiegel.de
TLDRDer Non-Food-Discounter Mäc Geiz mit rund 180 Filialen, hauptsächlich im Osten Deutschlands, hat Insolvenz in Eigenverwaltung angemeldet. Grund sind eine allgemeine Konsumzurückhaltung, steigende Lebenshaltungskosten und die Kündigung der Warenkreditversicherung. Der Geschäftsbetrieb soll weiterlaufen, aber Filialschließungen sind trotz neuer Eigentümerschaft geplant, da alle Standorte geprüft werden. Mitarbeiter erhalten Insolvenzgeld.
InhaltDie Filialen von Mäc Geiz gibt es vor allem im Osten Deutschlands, der Billigheimer konkurriert mit Action, Tedi oder Woolworth. Jetzt will sich das Unternehmen neu aufstellen, auch wegen der Konsumzurückhaltung. Mäc Geiz ist in finanzielle Schieflage geraten: Der Non-Food-Discounter hat einen Antrag auf Insolvenz in Eigenverwaltung beim Amtsgericht Halle (Saale) gestellt. Das geht aus dem amtlichen Portal Insolvenzbekanntmachungen.de hervor. Ebenfalls betroffen ist demnach die für die Verwaltung zuständige MTH Retail Services (Germany) GmbH. Der Geschäftsbetrieb in den rund 180 Filialen soll vorerst weiterlaufen – aber zumindest auf dem Prüfstand stehen. Angesichts der schwierigen wirtschaftlichen Lage sei es erforderlich, sich grundlegend neu aufzustellen, heißt es vom Unternehmen. Dies werde auch Filialschließungen umfassen. Sämtliche Standorte sollen hinsichtlich ihrer wirtschaftlichen Situation und Profitabilität überprüft werden. Welche Standorte betroffen sein werden, ist noch unklar. Die Beschäftigten erhalten laut Mitteilung für drei Monate Insolvenzgeld. Zuvor hatte die "Wirtschaftswoche" berichtet . Die Filialen von Mäc Geiz befinden sich überwiegend im Osten Deutschlands. Das Unternehmen hat nach eigenen Angaben knapp 1200 Beschäftigte. Es verkauft Produkte des täglichen Bedarfs wie Haushaltswaren und Drogerieartikel sowie Schreibwaren. Die Kette konkurriert mit Händlern wie Action, Tedi und Woolworth. Eigentlich profitieren Discounter von wirtschaftlich unsicheren Zeiten . Mäc Geiz aber begründete den Insolvenzantrag auch mit der anhaltenden Konsumzurückhaltung der Verbraucher, steigenden Lebenshaltungskosten sowie wirtschaftlichen Unsicherheiten. Ein weiterer Grund sei die Kündigung der Warenkreditversicherung, heißt es laut der Nachrichtenagentur dpa aus dem Umfeld des Unternehmens. Der Non-Food-Discounter hatte erst kürzlich den Besitzer gewechselt. Die Kodi Beteiligungs GmbH, zu der auch der Discounter Kodi gehört, übernahm die Kette. Bisheriger Gesellschafter war die MTH Retail Group mit Sitz in Österreich. Beide Markennamen sollen bestehen bleiben.