Datum20.11.2025 11:27
Quellewww.zeit.de
TLDRErmittler aus Frankfurt gehen gegen ein Schattenbank-Netzwerk vor und durchsuchen 29 Orte in Hessen, Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen und Berlin. 19 Beschuldigte stehen im Fokus, die Mitglieder einer kriminellen Vereinigung sein sollen, die Geldwäsche und Schwarzarbeit betrieben hat. Ein Festgenommener ist bereits im Zusammenhang mit einem Haftbefehl in Gewahrsam. Das Netzwerk soll über Scheinfirmen Rechnungen erstellt haben, um mindestens 24 Millionen Euro am Fiskus vorbei zu schleusen und Schwarzlöhne zu zahlen.
InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Kriminalität“. Lesen Sie jetzt „Ermittlungen gegen "Schattenbank"-Netzwerk“. Mit Razzien in vier Bundesländern gehen Ermittler aus Frankfurt gegen ein sogenanntes Schattenbank-Netzwerk vor. Seit dem Morgen werden Wohnungen und Geschäftsräume in Hessen, Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen und Berlin durchsucht. Insgesamt sollen 29 Orte überprüft werden, wie die Frankfurter Polizei und die Frankfurter Staatsanwaltschaft gemeinsam mitteilten. Im Fokus der Ermittler stehen 19 Beschuldigte, denen vorgeworfen wird, Mitglieder einer kriminellen Vereinigung zu sein. Die Gruppe soll eine Art Schattenbank betrieben haben. Darüber sollen Schwarzarbeiter gezahlt und Geldwäsche betrieben worden sein. "Hierdurch soll es den Beschuldigten gelungen sein, Gelder am Fiskus vorbeizuschleusen und sich an diesen unrechtmäßig zu bereichern", erklärten die Ermittler. Ein Mann sei festgenommen worden, sagte der Sprecher der Staatsanwaltschaft. Gegen ihn liege ein Haftbefehl vor. Schwerpunkt der Einsätze, an dem mehr als 350 Beamte und Beamtinnen beteiligt seien, sei Hessen. "Die Beschuldigten sollen über ein Geflecht von Scheinfirmen Rechnungen erstellt und diese zur Legitimierung von Bargeld an Kunden ausgegeben haben", hieß es. Laut den Angaben sollen auf diese Weise mindestens 24 Millionen Euro verschoben worden sein. Der Großteil des Geldes sei zur Begleichung von schwarz gezahlten Löhnen verwendet worden. Den Beamten zufolge erhielt das Netzwerk Provisionen in Höhe von 10 bis 15 Prozent des verschobenen Geldes. © dpa-infocom, dpa:251120-930-316906/1