Debatte: Kinderschutzbund: Social-Media-Verbot greift zu kurz

Datum12.05.2026 10:42

Quellewww.zeit.de

TLDRDer Kinderschutzbund Bayern lehnt ein pauschales Social-Media-Verbot für unter 16-Jährige ab. Expertin Daniela Riedel argumentiert, dass dies die Entwicklung digitaler Kompetenzen verhindere und Kinder auf unsicherere Plattformen drängen könne. Statt eines Verbots müsse der Fokus auf stärkerer Verantwortung der Plattformen, besserer Medienbildung und der Begleitung von Kindern durch Eltern und Fachkräfte liegen. Ziel sei die Schaffung sicherer Online-Umgebungen, in denen junge Menschen digitale Fähigkeiten erwerben können.

InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Debatte“. Lesen Sie jetzt „Kinderschutzbund: Social-Media-Verbot greift zu kurz“. Ein generelles Social-Media-Verbot für unter 16-Jährige ist nach Ansicht des Kinderschutzbundes in Bayern keine geeignete Lösung. "Wenn wir Kinder pauschal ausschließen, verhindern wir, dass sie genau die Kompetenzen entwickeln, die sie in einer digitalen Welt brauchen", erklärte Kinderschutzbund-Expertin Daniela Riedel. Altersgrenzen im Netz werden heute schon massenhaft umgangen, betonte sie. "Im schlimmsten Fall weichen Kinder auf weniger regulierte Plattformen aus, in denen Schutzmechanismen noch schwächer sind." Statt einer Debatte um ein Verbot müsste die Frage im Vordergrund stehen, wie Kinder und Jugendliche besser geschützt werden könnten, sagte Riedel. Dafür müssten die Plattformen stärker in die Verantwortung genommen werden. Eltern und Fachkräfte sollten die Kinder und Jugendlichen beim Umgang mit den sozialen Medien begleiten. Außerdem seien Medienbildung und sichere Umgebungen im Netz nötig, sodass junge Nutzer digitale Kompetenzen erwerben könnten. © dpa-infocom, dpa:260512-930-68686/1