Preispanne: Diesel an einigen Shell-Tankstellen offenbar überraschend günstig

Datum12.05.2026 10:42

Quellewww.spiegel.de

TLDRAn einigen deutschen Shell-Autobahntankstellen ist Diesel seit Montagmittag überraschend günstig (1,849 €/Liter) aufgrund einer Fehleingabe. Die neuen Preisregeln erlauben nur eine tägliche Preisanpassung um 12 Uhr, wodurch der Fehler erst am Dienstagmittag korrigiert werden konnte. Dies führte zu einem unfreiwilligen Rabatt, da die Preise nicht sofort geändert werden durften.

InhaltWegen einer Panne ist Diesel an einigen Shell-Autobahn-Tankstellen seit Montagmittag überraschend günstig. Die niedrigen Preise dürften bis Dienstagmittag anhalten – dank der neuen Benzinpreisregel. Tankirrtum zu Ihren Gunsten: An einigen Shell-Autobahntankstellen in Deutschland kostet der Liter Diesel derzeit 1,849 Euro – und damit rund zehn Cent weniger als im Branchenschnitt. Dabei ist der Treibstoff an Autobahntankstellen in der Regel deutlich höher als andernorts. Hintergrund ist eine Fehleingabe. Wie der "WDR" berichtet, sind mehrere Autobahntankstellen des Konzerns betroffen, darunter die Shell-Stationen A57 Geismühle Ost, A52 Cloerbruch Nord, A7 Hildesheimer Börde West, A61 Peppenhoven Ost und A2 Garbsen Süd. Aufgefallen ist der unfreiwillige Tankrabatt zuerst an einer Tankstelle auf der Autobahn 43 bei Haltern am See. Die Nachricht verbreitete sich dann über soziale Medien. Betreiber und Mitarbeiter der Tankstelle wollten sich laut WDR nicht offiziell äußern. Shell bestätigt den Vorgang auf SPIEGEL-Anfrage. "Bei der manuellen Eingabe der Preise für die Autobahntankstellen gestern um 12 Uhr ist es zu einer Fehleingabe gekommen, die im Ergebnis zu einem Dieselpreis von 1,849 Euro pro Liter geführt hat", teilte das Unternehmen mit. Dass der Fehler nicht sofort korrigiert wurde, ist eine unmittelbare Folge der gesetzlichen Tankregeln. Denn seit 1. April dürfen Tankstellen in Deutschland die Benzin- und Dieselpreise nur noch einmal am Tag um 12 Uhr erhöhen. Mit der Maßnahme will die Bundesregierung für mehr Transparenz sorgen und den Preisanstieg angesichts des Irankriegs begrenzen. Die Fehleingabe habe nicht korrigiert werden können, "da die Preise laut Gesetz zur Anpassung von Kraftstoffpreisen ja nur einmal am Tag um 12 Uhr erhöht werden dürfen", heißt es bei Shell. Laut ADAC-Daten kostete der Liter Diesel am Sonntag deutschlandweit 1,984 Euro je Liter. Damit lag der Schnitt zum ersten Mal seit längerer Zeit wieder unter der Zwei-Euro-Marke.