Datum12.05.2026 03:30
Quellewww.zeit.de
TLDRAm Landgericht Osnabrück wird ein Urteil im Prozess gegen einen Arzt erwartet, der Patientinnen heimlich gefilmt und sexuell missbraucht haben soll. Da auch Minderjährige betroffen waren, wurden Vorwürfe der Herstellung kinderpornografischer Inhalte erhoben. Elf Verhandlungstage und über 70 Zeugen später fordert die Staatsanwaltschaft sechs Jahre Haft und ein lebenslanges Berufsverbot. Die Verteidigung plädiert auf Bewährung.
InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Landgericht Osnabrück“. Lesen Sie jetzt „Prozess um heimlich gefilmte Patientinnen - Urteil erwartet“. Ein Arzt aus dem Landkreis Osnabrück soll Patientinnen heimlich gefilmt und sie zum Teil sexuell missbraucht haben. Nach 21 Verhandlungstagen und der Vernehmung von mehr als 70 Zeugen wird am Landgericht Osnabrück heute (11.00 Uhr) die Urteilsverkündung erwartet. Weil sich laut Anklage unter den Opfern des heute 43 Jahren alten Mannes auch Mädchen befanden, die zum Tatzeitpunkt noch keine 14 Jahre alt war, wurde der Fall vor der Jugendkammer verhandelt. Die Staatsanwaltschaft hatte dem Orthopäden daher auch die Herstellung kinderpornographischer Inhalte vorgeworfen. Die Taten sollen sich zwischen Januar 2018 und Januar 2022 ereignet haben. Die Staatsanwaltschaft hatte in ihrem Schlussvortrag eine Gesamtfreiheitsstrafe von sechs Jahren und ein lebenslanges Berufsverbot gefordert. Die Verteidigung beantragte eine Bewährungsstrafe von zwei Jahren und sah keine Voraussetzungen für ein Berufsverbot. © dpa-infocom, dpa:260512-930-67391/1