Medien: Digitalisierungsminister fordert schnelle Digitalabgabe

Datum12.05.2026 00:01

Quellewww.zeit.de

TLDRSchleswig-Holsteins Digitalisierungsminister Dirk Schrödter fordert eine schnelle Einführung einer Digitalabgabe. Diese Maßnahme soll der Verdrängung lokaler und regionaler Medien durch internationale Großplattformen entgegenwirken und deren journalistische Vielfalt sichern. Die Einnahmen sollen die Medienlandschaft nachhaltig stärken. Eine frühere Initiative Schleswig-Holsteins zielte auf Plattformen mit über 45 Millionen EU-Nutzern ab.

InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Medien“. Lesen Sie jetzt „Digitalisierungsminister fordert schnelle Digitalabgabe“. Schleswig-Holsteins Digitalisierungsminister Dirk Schrödter fordert weiterhin eine Digitalabgabe. "Die Digitalabgabe muss kommen – und sie muss schnell kommen", sagte der CDU-Politiker der "Rheinischen Post". Die Gründe lägen auf der Hand: "Die immer weiter zunehmende Marktdominanz internationaler Großplattformen stellt unsere lokalen und regionalen Medien vor existenzielle Herausforderungen. Es darf nicht sein, dass internationale Digitalkonzerne die Informationsräume dominieren und unsere regionale Medienlandschaft unter die Räder kommt." "Mit den Einnahmen aus der zukünftigen Abgabe leisten wir einen wichtigen Beitrag, die lokale und regionale Medienlandschaft nachhaltig zu stärken und die journalistische Vielfalt in Deutschland dauerhaft zu sichern", sagte Schrödter.  Medien- und Kulturstaatsminister Wolfram Weimer (parteilos) wirbt seit längerem für eine Abgabe großer Internetkonzerne. Im vergangenen Jahr hatte Schleswig-Holsteins schwarz-grüne Landesregierung eine Bundesratsinitiative für die Einführung einer Digitalabgabe für große Online-Plattformen und Suchmaschinen gestartet. Die Abgabe sollte demnach nur für Plattformen gelten, die monatlich mehr als 45 Millionen Nutzerinnen und Nutzer in der EU erreichen. © dpa-infocom, dpa:260511-930-67199/1