Datum11.05.2026 23:42
Quellewww.zeit.de
TLDRMindestens 100 Zivilisten wurden in Nigeria durch mutmaßliche Luftangriffe des Militärs auf Märkte und durch Bandengewalt getötet. Während Angehörige und Amnesty International von zahlreichen zivilen Opfern sprechen, bestreitet das Militär dies. Die Vorfälle ereigneten sich in den Bundesstaaten Zamfara und Niger, wo derartige Angriffe zur Bekämpfung krimineller Banden durchgeführt werden.
InhaltDie nigerianische Armee soll bei Luftangriffen auf Banden viele Menschen getötet haben. Angehörige und Amnesty sprechen von zivilen Toten, das Militär weist dies zurück. In Nigeria sind durch Angriffe des Militärs und Bandengewalt etwa 100 Zivilisten an einem Tag getötet worden. Die Armee des westafrikanischen Landes habe bei einem Luftangriff auf einen Markt im Bundesstaat Zamfara mindestens 72 Menschen getötet, darunter viele Zivilistinnen und Zivilisten, sagte ein Gemeindevorsteher der Nachrichtenagentur AFP. Die nigerianische Sektion von Amnesty International gab an, dass "mindestens 100 Zivilisten" bei dem Angriff auf den Markt getötet worden seien, der Berichten zufolge von kriminellen Banden kontrolliert wird. Bei einem weiteren Angriff der nigerianischen Luftwaffe gegen Banden seien 13 Zivilistinnen und Zivilisten im Bundesstaat Niger getötet worden, sagten Familien von Opfern. Das Militär in Nigeria stritt ab, dass bei den Angriffen Zivilisten getötet worden seien. Dieser Artikel wird weiter aktualisiert.