China: Chinesischer Automarkt bricht wegen Irankrieg um mehr als 20 Prozent ein

Datum11.05.2026 19:42

Quellewww.spiegel.de

TLDRDer chinesische Automarkt erlebte im April einen Einbruch von 21,5 Prozent, der niedrigste Wert seit 2022. Hauptursache ist der gestiegene Ölpreis durch den Irankrieg, der die Nachfrage nach Verbrennern um ein Drittel drückte. E-Autos und Hybride konnten die Verluste nicht ausgleichen, ihr Absatz sank um fast 7 Prozent. Gedämpfte Konsumlaune und reduzierte staatliche Anreize verschärfen die Situation.

InhaltWegen des Irankriegs gingen die Autoverkäufe in China zuletzt merklich zurück – im Jahresvergleich um mehr als 20 Prozent. Besonders hart trifft es die Verbrenner. E-Autos können den Verlust nicht ausgleichen. Der chinesische Automarkt ist im April deutlich geschrumpft. Wie der Branchenverband China Passenger Car Association (PCA) mitteilte, sackten die Autoverkäufe im Jahresvergleich um 21,5 Prozent auf 1,4 Millionen Auslieferungen ab. Das waren die niedrigsten Verkäufe in einem April seit 2022. Damals belastete die Covid-Pandemie den Markt. Aktuell nennt der Verband vor allem den gestiegenen Ölpreis infolge des Irankriegs als Grund. Demnach brach vor allem die Nachfrage nach Verbrenner-Autos massiv ein – im Jahresvergleich um rund ein Drittel. Die in China als New Energy Vehicles (NEV) bezeichneten Antriebsarten, diese umfassen reine Elektroautos und Fahrzeuge mit Hybridantrieb, gaben um fast 7 Prozent nach. Damit reichte der E-Auto-Markt nicht aus, um die Verluste bei den Verbrennern auszugleichen. Dafür gibt es mehrere Gründe: So bleibt die Konsumlaune in China angesichts der schwächeren Konjunktur gedämpft. Auch wurden staatliche Anreize zurückgefahren, etwa die Prämien für den Austausch alter Fahrzeuge. Mit Edellimousinen "made in Germany" haben Mercedes, BMW und Audi über Jahrzehnte den globalen Premiummarkt dominiert. Doch längst drängen chinesische Marken auf den Markt. Lesen Sie hier mehr dazu .