Datum11.05.2026 17:35
Quellewww.zeit.de
TLDRIm Tarifstreit im niedersächsischen Nahverkehr droht Verdi mit neuen Warnstreiks. Nach erfolglosen Verhandlungen wirft die Gewerkschaft dem Arbeitgeberverband Blockadehaltung vor, insbesondere beim Thema Wochenarbeitszeit. Verdi fordert bessere Arbeitsbedingungen, während die Arbeitgeber die Forderungen als unbezahlbar einstufen. Bereits im April gab es landesweite Streiks, die den öffentlichen Nahverkehr lahmlegten. Die nächste Verhandlungsrunde findet am 1. Juni statt.
InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Tarifstreit“. Lesen Sie jetzt „Verhärtete Fronten im Nahverkehr - drohen neue Warnstreiks?“. Im Tarifstreit beim kommunalen Nahverkehr in Niedersachsen droht die Gewerkschaft Verdi mit einer erneuten Eskalation. Nachdem die vierte Verhandlungsrunde ohne Ergebnis geblieben sei, werde Verdi den Druck vor der kommenden Verhandlungsrunde am 1. Juni "noch einmal deutlich erhöhen", teilte die Gewerkschaft mit. Sie prüfe derzeit entsprechende Reaktionen, hieß es. "Mögliche Warnstreiks werden in jedem Fall rechtzeitig bekanntgegeben." Dem Kommunalen Arbeitgeberverband (KAV) warf Verdi eine Blockadehaltung vor. "Wir haben auch in der vierten Verhandlungsrunde versucht, Wege aufzuzeigen, wie wir zum Ziel kommen können und uns auf die Arbeitgeber zubewegt", sagte Verdi-Verhandlungsführer Marian Drews laut Mitteilung. "Leider wollen sie sich weiterhin nicht beim Thema Wochenarbeitszeit bewegen." Die Gewerkschaft hatte bereits im April für zwei Tage zum Ausstand in mehreren Städten aufgerufen, in Hannover und Braunschweig brachte das den Bus- und Stadtbahn-Verkehr zum Erliegen, auch in Osnabrück, Göttingen und weiteren Städten fielen Busse aus. In Hannover fand der Warnstreik direkt zur Hannover Messe statt. Aus Politik und Wirtschaft hatte es dafür Kritik gegeben. Die Tarifverhandlungen für die rund zehn kommunalen Verkehrsunternehmen im Land laufen seit Mitte Februar. Verdi fordert Verbesserungen bei Arbeitsbedingungen, darunter Entlastungen bei Wochenarbeitszeit und Schichtdiensten sowie mehr Urlaubstage und höhere Zuschläge für Nacht- und Wochenendarbeit. Die Arbeitgeber halten die Forderungen für finanziell nicht darstellbar. © dpa-infocom, dpa:260511-930-66436/1