Baumängel: Marodes TU-Gebäude: Veranstaltungen verlegt oder digital

Datum11.05.2026 17:40

Quellewww.zeit.de

TLDRAufgrund gravierender Baumängel, insbesondere im Brandschutz, hat die Technische Universität ihr Hauptgebäude gesperrt. Veranstaltungen werden vorübergehend in andere Räume verlegt oder digital angeboten. Die Präsidentin drückte ihr Bedauern über die Verunsicherung aus und betonte die Einrichtung eines Krisenstabs. Die TU erhält Unterstützung von anderen Hochschulen. Der Sanierungsbedarf von 2,4 Milliarden Euro verdeutlicht den Investitionsstau in der öffentlichen Infrastruktur.

InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Baumängel“. Lesen Sie jetzt „Marodes TU-Gebäude: Veranstaltungen verlegt oder digital“. Die Technische Universität will nach der Sperrung des Hauptgebäudes alternative Lösungen für die Lehrveranstaltungen anbieten. "Uns ist bewusst, dass diese Situation viele Menschen verunsichert und belastet", teilte die Präsidentin der Hochschule, Fatma Deniz, mit. Es sei ein Krisenstab eingerichtet worden. "Veranstaltungen werden in andere Räume verlegt oder notfalls als digitale Formate angeboten, damit das Sommersemester bestmöglich fortgeführt werden kann", sagte sie. Zudem sollen Teile der Universitätsverwaltung in andere Räume verlagert werden.  Mehr als 1.500 Menschen nahmen den Angaben nach an zwei großen Townhall-Meetings teil, in denen über die weitere Entwicklung informiert wurde. Zudem sollen persönliche Sprechstunden sowie direkte Meetings mit betroffenen Fachgebieten und Teams eingerichtet werden. Die TU erfahre sehr viel Unterstützung von den Berliner Partneruniversitäten sowie von Hochschulleitungen aus ganz Deutschland, sagte Deniz. Am Freitag war bekanntgeworden, dass die TU ab Samstag das Hauptgebäude wegen baulicher Mängel schließt. "Das historische Gebäude entspricht nicht mehr den heutigen Brandschutzanforderungen", sagte Deniz. Mit einem Sanierungsbedarf von 2,4 Milliarden Euro stehe die Hochschule beispielhaft für die Folgen jahrelanger Investitionsstaus und Sparmaßnahmen in der öffentlichen Infrastruktur. © dpa-infocom, dpa:260511-930-66474/1