Ex-DFB-Coach: Comeback als Trainer? Joachim Löw hat bislang »das innere Feuer bei den Anfragen gefehlt«

Datum11.05.2026 17:05

Quellewww.spiegel.de

TLDRJoachim Löw dementierte Gerüchte über ein Trainer-Comeback bei Ghana, schließt sich aber nicht aus. Nach seinem Rücktritt als Bundestrainer lehnte er alle Angebote ab, da ihm das "innere Feuer" fehlte. Die Energie für eine Mannschaft frontzumanagen, sei fraglich. Ein Angebot, das ihn packt, sei unwahrscheinlich, aber nicht unmöglich, besonders bei einem Nationalteam. Löw war auch mit Usbekistan im Gespräch.

InhaltGerade erst machten Gerüchte um ein vermeintliches Comeback als Trainer für das Nationalteam Ghanas die Runde. Joachim Löw dementierte – in Rente sieht er sich aber noch nicht. Joachim Löw, 66, einstiger Fußballbundestrainer, hat weiterhin Zweifel, ob er noch mal eine Mannschaft übernimmt. Nach der Europameisterschaft der Männer 2021 hatte er sich beim DFB-Team zurückgezogen – und seither alle Job-Offerten als Chefcoach abgelehnt. In Berlin sagte er am Montag beim traditionellen "Handover", also der Übergabe, des DFB-Pokals: "Bislang hat mir das innere Feuer bei den Anfragen gefehlt". Löw sei, wie er weiter erzählte, schon einige Jahre raus und wisse gar nicht, ob er die Energie hätte, eine Mannschaft voranzubringen. "Vielleicht kann es sein, dass ich ein Angebot bekomme, das mich packt", sagte er. "Aber ich glaube, das ist eher unwahrscheinlich". Zuletzt hatte es Gerüchte gegeben, er könnte womöglich die Auswahl Ghanas bei der anstehenden WM-Endrunde in den USA, Kanada und Mexiko übernehmen. Dies hatte Löw dementiert. Er erklärte aber, er sehe sich noch nicht in Rente. Am ehesten komme aus seiner Sicht wohl ein Job bei einem Nationalteam infrage. Löw war auch schon als WM-Trainer mit Usbekistan in Verbindung gebracht worden. 2014 führte Löw das deutsche Team zum WM-Titel. Als Nationaltrainer wurde Löw aber auch Confed-Cup-Sieger 2017, erreichte mit Deutschland das EM-Finale 2008 sowie jeweils das Halbfinale bei der WM 2010, der EM 2012 und der EM 2016. Lesen Sie hier  mehr zu dem anstehenden Turnier. Am Montag übergab Löw bei der Zeremonie im Roten Rathaus die Trophäe als VfB-Botschafter an DFB-Präsident Bernd Neuendorf. Die Stuttgarter hatten im vorigen Jahr das Endspiel 4:2 gegen Arminia Bielefeld gewonnen. Mit Löw als Trainer gelang auch 1997 der Triumph im DFB-Pokal. Das DFB-Pokalfinale zwischen dem VfB Stuttgart und dem FC Bayern München steigt am 23. Mai. Lesen Sie hier mehr dazu, wie der VfB Stuttgart  und der FC Bayern München  jeweils das Finale erreicht haben.