Datum11.05.2026 13:21
Quellewww.zeit.de
TLDRDas Schweriner Gesundheitsministerium teilte mit, dass keine der vier aus Teneriffa ausgeflogenen deutschen Passagiere des Kreuzfahrtschiffs "Hondius" aus Mecklenburg-Vorpommern stamme. Auf dem Schiff war das Hantavirus (Andes-Typ) ausgebrochen, das von Mensch zu Mensch übertragbar ist. Derzeit besteht laut Ministerium kein Anlass zur generellen Besorgnis, da in MV heimische Hantaviren meist mildere Verläufe verursachen und das Andes-Virus hier nicht vorkommt. Die Virenübertragung erfolgt meist durch Nagetiere.
InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Hantavirus“. Lesen Sie jetzt „Ministerium: Keine ausgeflogenen Gäste der "Hondius" aus MV“. Unter den vier am Sonntag von Teneriffa ausgeflogenen deutschen Passagieren des Kreuzfahrtschiffes "Hondius" ist nach Kenntnis des Schweriner Gesundheitsministeriums niemand aus Mecklenburg-Vorpommern. Dies teilte ein Ministeriumssprecher auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur mit. Auf dem Kreuzfahrschiff war das Hantavirus ausgebrochen. Dabei handelte es sich um einen speziellen Hantavirustyp, das südamerikanische Andesvirus, das auch von Mensch zu Mensch übertragbar ist. Laut den jüngsten Angaben der WHO gab es sechs bestätigte Fälle und zwei Verdachtsfälle auf dem Schiff. Drei Menschen sind gestorben, darunter eine Deutsche. Nach Angaben des Schiffsbetreibers Oceanwide waren insgesamt sechs Deutsche an Bord. Die Passagiere gelten aufgrund der langen Inkubationszeit des Hantavirus als Hochrisikokontakte, auch wenn sie keine Symptome haben. Dem Ministeriumssprecher zufolge besteht nach aktuellem Kenntnisstand kein Anlass zu allgemeiner Besorgnis. Hantaviren sind demnach weltweit verbreitet und treten auch in Deutschland regelmäßig auf. In Mecklenburg-Vorpommern würden pro Jahr im Schnitt etwa zehn Fälle gemeldet - allerdings trat hier bisher das Andesvirus nicht auf. Die in Deutschland vorkommenden Hantavirus-Varianten verursachen nach Worten des Ministeriumssprechers überwiegend mildere Krankheitsverläufe mit Beteiligung der Nieren. "Schwere pulmonale Verläufe, wie sie beispielsweise in Südamerika durch das sogenannte Andesvirus beschrieben sind, stehen nicht im Zusammenhang mit den in Mecklenburg-Vorpommern sporadisch auftretenden Infektionen." Grundsätzlich empfehlen Gesundheitsexperten dem Sprecher zufolge, den Kontakt mit Nagetieren und deren Ausscheidungen zu vermeiden. Die Viren werden über diesen Weg übertragen. "Insbesondere bei Reinigungsarbeiten in geschlossenen oder wenig genutzten Bereichen sollten Räume ausreichend gelüftet sowie Atemschutzmasken und Handschuhe getragen werden." © dpa-infocom, dpa:260511-930-64707/1