Künstliche Intelligenz: Ein Drittel glaubt, KI könnte seinen Chef ersetzen

Datum11.05.2026 13:13

Quellewww.spiegel.de

TLDREine aktuelle Bitkom-Umfrage zeigt, dass 29 % der deutschen Beschäftigten glauben, dass künstliche Intelligenz ihre Vorgesetzten ersetzen könnte, während 22 % ihre eigene Tätigkeit als ersetzbar einschätzen. 38 % der Erwerbstätigen haben bereits Zugang zu KI-Anwendungen im Unternehmen. Bitkom sieht in KI eine Antwort auf die erwartete Arbeitskräftelücke, betont aber die Notwendigkeit, Arbeitnehmer auf die KI-gestützte Arbeitswelt vorzubereiten und gezielt zu qualifizieren.

InhaltViele Beschäftigte blicken sorgenvoll auf die KI-Revolution. Jobs dürften sich über die Jahre verändern oder ganz wegfallen. Laut einer Umfrage sollten sich aber auch die Bosse einen Kopf machen. Was der Chef kann, das kann KI schon lange : Dieser Überzeugung sind laut einer Umfrage des Digitalverbands Bitkom 29 Prozent der Beschäftigen in Deutschland. Sie glauben, dass künstliche Intelligenz ihren Chef oder ihre Chefin ersetzen könnte. Die eigene Tätigkeit hält demnach fast ein Viertel der Befragten für ersetzbar durch eine KI. 22 Prozent der Befragten meinen demnach, dass in ihrem Unternehmen heute bereits Stellen nicht mehr nachbesetzt oder sogar abgebaut werden. Bitkom ließ 1003 Menschen in Deutschland ab 16 Jahren befragen. 550 von ihnen waren erwerbstätig. Aufgrund der demografischen Entwicklung wird es in Deutschland in den kommenden Jahren mehr Arbeit als Arbeitskräfte geben. KI werde eine Antwort auf die sich abzeichnende Arbeitskräftelücke sein, erklärte Susanne Dehmel, Mitglied der Bitkom-Geschäftsleitung. Schon jetzt haben laut Bitkom 38 Prozent der Erwerbstätigen durch ihre Arbeitgeber Zugriff auf KI-Anwendungen, 27 Prozent nutzen sie auch. Dehmel forderte, dass Unternehmen und Politik die Gesellschaft auf die neue KI-gestützte Arbeitswelt vorbereiten müssen. Sie müssten Menschen gezielt qualifizieren und transparent machen, welche Aufgaben sich verändern. Lohnt es sich überhaupt noch, Jura zu studieren? Und kommen erfahrene Beschäftigte durch künstliche Intelligenz weniger unter Druck? Arbeitsmarktforscherin Christina Gathmann wirft einen Blick in die Zukunft. Das ganze Interview lesen Sie hier .