Datum11.05.2026 13:02
Quellewww.spiegel.de
TLDRDie Wilhelma in Stuttgart hat nach Vorfällen, bei denen Kinder in einem abgedunkelten Bereich verletzt wurden, ihr Sicherheitskonzept verbessert und das Gebäude wieder geöffnet. Zusätzliche Maßnahmen wie verbesserte Ausleuchtung und erhöhte Mitarbeiterpräsenz wurden umgesetzt. Die genauen Umstände der Verletzungen durch spitze Gegenstände bleiben unklar, da weder scharfe Objekte noch Tierkrallen als Ursache identifiziert werden konnten.
InhaltIn einem abgedunkelten Teil des Stuttgarter Zoos sind Kinder verletzt worden. Die Wilhelma hat das Sicherheitskonzept verbessert und das Gebäude wieder geöffnet. Wie die Angriffe passieren konnten, bleibt unklar. Das abgedunkelte Tierhaus in der Stuttgarter Wilhelma ist nach mutmaßlichen Angriffen auf Kinder wieder für Besucher geöffnet. In dem Bereich seien in den vergangenen Tagen zusätzliche Sicherheits- und Präventionsmaßnahmen ergriffen worden, teilte der Zoo mit. Unter anderem sei die Ausleuchtung des Besucherbereichs verbessert und die Präsenz von Mitarbeitern verstärkt worden. Der Bereich für Nachttiere in der sogenannten Terra Australis war seit Anfang des Monats für Besucher geschlossen geblieben. Zuvor waren zwei mutmaßliche Angriffe auf Kinder im Nachttierbereich bekannt geworden. Die Kinder im Alter von drei und sechs Jahren waren nach Angaben der Polizei durch spitze Gegenstände leicht verletzt worden. Beide Vorfälle hatten sich an unterschiedlichen Tagen im selben Bereich des Gebäudes ereignet. Die Polizei hat nach Angaben eines Sprechers weiter keine neuen Erkenntnisse und keine andere Erklärung als einen Angriff. Die Ermittler haben keine scharfen Gegenstände oder Ecken gefunden und auch eine Verletzung etwa durch die Kralle eines Tieres ausgeschlossen. Neue Hinweise gebe es nicht, sagte der Sprecher. "Die Vorfälle haben uns sehr betroffen gemacht. Die Sicherheit unserer Besucherinnen und Besucher hat für uns höchste Priorität. Deshalb haben wir die vergangenen Tage intensiv genutzt, um den Besucherbereich nochmals umfassend zu überprüfen und zusätzliche Sicherheitsvorkehrungen zu treffen", teilte Wilhelma-Direktor Thomas Kölpin mit. Der Zoologisch-Botanische Garten in Stuttgart ist einer der meistbesuchten Zoos in Deutschland. Jahr für Jahr kommen mehr als 1,8 Millionen Menschen auf das Gelände unweit des Neckars. Mit rund 11.000 Tieren aus fast 1200 Arten ist die Wilhelma nach eigenen Angaben einer der artenreichsten Zoos weltweit. Für die Terra Australis wurde das ehemalige Menschenaffenhaus umgebaut. Seit dem Sommer 2023 ist sie in drei Abschnitte aufgeteilt. Da es sich bei den Bewohnern der Terra Australis vor allem um nachtaktive Säugetiere handelt, ist es in zwei Gebäudeteilen tagsüber dunkel. Gezeigt werden dort unter anderem Kowaris, Quolls, Fuchskusus, Kurzkopfgleitbeutler und zwei Rattenkänguruarten.