Attacke auf Konzern in Ulm: Antrags-Scharmützel im Prozess um Angriff auf Rüstungsfirma

Datum11.05.2026 12:32

Quellewww.zeit.de

TLDRIm Prozess um den Angriff auf ein israelisches Rüstungsunternehmen in Ulm hat die Verlesung der Anklage noch nicht begonnen. Die fünf angeklagten Pro-Palästina-Aktivisten sollen zugezogen und erheblichen Sachschaden angerichtet haben. Vor Gericht kam es zu Tumulten, da die Verteidiger auf Vertraulichkeit und die Sitzordnung pochten. Die Angeklagten sehen sich Vorwürfen wie Mitgliedschaft in krimineller Vereinigung und Sachbeschädigung gegenüber.

InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Attacke auf Konzern in Ulm“. Lesen Sie jetzt „Antrags-Scharmützel im Prozess um Angriff auf Rüstungsfirma“. Jubelrufe und Kanon-Gesang für die Angeklagten, Streit um die Sitzordnung: Im Prozess um den Angriff auf ein israelisches Rüstungsunternehmen in Ulm ist es immer noch nicht zur Verlesung der Anklage gekommen. Am zweiten Verhandlungstag in Stuttgart-Stammheim monierten die Verteidiger erneut, dass die Angeklagten hinter Sicherheitsglas sitzen müssen und damit eine vertrauliche Kommunikation mit ihren Anwälten nicht möglich sei. Die Verteidiger wollten zahlreiche Anträge stellen, die Richterin erteilte ihnen aber nicht das Wort. Pro-Palästina-Aktivisten klatschten beim Einzug der Angeklagten in den streng gesicherten Gerichtssaal und sangen einen Kanon. Fünf Pro-Palästina-Aktivisten stehen vor Gericht. Sie sollen nachts in die Firma in Ulm eingebrochen sein und dort Inventar in hohem Wert zerstört haben. Den irischen, britischen, spanischen und deutschen Staatsangehörigen zwischen 25 und 40 Jahren wird Mitgliedschaft in einer kriminellen Vereinigung, Sachbeschädigung, Hausfriedensbruch und das Verwenden von Kennzeichen verfassungswidriger und terroristischer Organisationen vorgeworfen. © dpa-infocom, dpa:260511-930-64375/1