Nach Kreuzfahrt: Hantavirus - Was passiert auf einer Sonderisolierstation?

Datum11.05.2026 12:38

Quellewww.zeit.de

TLDREin deutscher Kreuzfahrtpassagier, der mit dem Hantavirus infiziert ist, wird auf der Sonderisolierstation der Berliner Charité behandelt. Diese Station ist für hochansteckende Krankheiten ausgelegt und verfügt über eine geschlossene Einheit mit speziellen Lüftungs- und Abwassersystemen für sichere Isolation und Behandlung. Sie ermöglicht Diagnostik, Überwachung und bei Bedarf auch intensivmedizinische Versorgung, ohne den Klinikalltag zu stören.

InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Nach Kreuzfahrt“. Lesen Sie jetzt „Hantavirus - Was passiert auf einer Sonderisolierstation?“. Ein deutscher Passagier des vom Hantavirus-Ausbruch betroffenen Kreuzfahrtschiffs "Hondius" wird auf der Sonderisolierstation der Berliner Charité untergebracht. Das teilte ein Sprecher des Universitätsklinikums mit. Was geschieht dort? Die Station verfügt über eine hochspezialisierte "Infrastruktur für die Versorgung von Patientinnen und Patienten mit hochansteckenden lebensbedrohlichen Infektionskrankheiten sowie für medizinische Lagen mit unklaren biologischen, chemischen oder radiologischen Kontaminationen", hieß es von der Charité. Die Sonderisolierstation ist nach Angaben der Charité eine in sich geschlossene und geschützte Einheit. Sie ermöglicht demnach die Isolation, Diagnostik und Behandlung, ohne dabei den regulären Klinikalltag zu beeinträchtigen. Sie verfüge über eigene Zugangswege und Schleusensysteme, Lüftungs- und Filteranlagen sowie eine geschlossene Abwasseraufbereitung. So könne etwa bei hochgefährlichen Erregern eine sichere Versorgung gewährleistet werden. Je nach Bedarf könne die Station in unterschiedlichen Schutzstufen betrieben werden - von reinen Vorsichtsmaßnahmen bei unklaren Kontaktverläufen bis hin zu einer größtmöglichen Isolation. Demnach kann ein Patient nicht nur isoliert diagnostiziert und überwacht werden, sondern - wenn nötig - auch intensivmedizinisch behandelt werden. So seien etwa künstliche Beatmung, Organersatzverfahren, Dialyse oder chirurgische Eingriffe dort möglich. Vier Passagiere wurden am späten Sonntagabend vom niederländischen Eindhoven nach Deutschland gebracht. Die Passagiere sollen nach Angaben des Bundesgesundheitsministeriums (BMG) im Tagesverlauf vom Uniklinikum Frankfurt aus in die jeweiligen Bundesländer gebracht werden. Nach Angaben der Senatsverwaltung für Gesundheit kommt eine der Personen aus dem Großraum Berlin. © dpa-infocom, dpa:260511-930-64423/1