Datum11.05.2026 10:50
Quellewww.spiegel.de
TLDRYasmin Fahimi wurde beim DGB-Bundeskongress in Berlin mit deutlicher Mehrheit für weitere vier Jahre als Vorsitzende wiedergewählt. Sie führt den Verband seit 2022. Fahimi betonte die Notwendigkeit, sich gegen radikalen Kapitalismus und schlechte Arbeitsbedingungen zu wehren. Sie rief zu Mobilisierung auf, bezeichnete die Gewerkschaften aber auch als gestaltende Kraft. Der Kongress steht unter dem Motto "Stärker mit uns" und die acht DGB-Gewerkschaften vertreten rund 5,4 Millionen Mitglieder.
InhaltIn politisch schwierigen Zeiten hat sich der DGB für Kontinuität an der Spitze entschieden. Die amtierende Vorsitzende Yasmin Fahimi wurde für weitere vier Jahre gewählt. Sie übt sich in Beschwörungsformeln. An der Spitze des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB) ist Yasmin Fahimi mit großer Mehrheit als Vorsitzende bestätigt worden. Die 58-Jährige wurde beim Bundeskongress in Berlin mit 370 Ja-Stimmen für weitere vier Jahre wiedergewählt. Mit Nein stimmten 15 Delegierte, drei enthielten sich. Fahimi hat den DGB-Vorsitz seit 2022 inne. In ihrer Vorstellungsrede sagte sie mit Blick auf anstehende Sozialreformen, wenn aktuell unverblümt der Radikalkapitalismus gelobt werde und die Beschäftigten mit ihren Arbeitsbedingungen und ihren Löhnen dafür bezahlen sollten, "dass halt mal wieder Krise ist", dann solle auf sie Verlass sein. Die Gewerkschaften müssten mobilisierungsbereit sein. "Auf der anderen Seite sind wir und bleiben wir eine Gestaltungskraft in diesem Land." Unter dem Motto "Stärker mit uns" berät der DGB-Kongress noch bis Mittwoch in Berlin. Am Abend wird Vizekanzler und SPD-Chef Lars Klingbeil erwartet. Die acht Einzelgewerkschaften des DGB vertreten rund 5,4 Millionen Mitglieder.