Verteidigung: Marineschiffbauer TKMS profitiert von hoher Nachfrage

Datum11.05.2026 10:34

Quellewww.zeit.de

TLDRDer Marineschiffbauer TKMS verzeichnet dank hoher Nachfrage nach Rüstungsgütern einen Rekordauftragsbestand von 20,6 Milliarden Euro. Große Aufträge wie die der Bundeswehr und Norwegens tragen dazu bei. Trotz steigendem Umsatz und operativem Gewinn sinkt der Nettoertrag aufgrund von Investitionen in Wachstum und Entwicklung. TKMS prüft auch internationale Partnerschaften, um zukünftigen Bedarf zu decken.

InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Verteidigung“. Lesen Sie jetzt „Marineschiffbauer TKMS profitiert von hoher Nachfrage“. Der Kieler Marineschiffbauer TKMS profitiert von der anhaltend hohen Nachfrage nach Rüstungsgütern. In der ersten Hälfte des Geschäftsjahres - von Oktober 2025 bis März 2026 - erreichte der Auftragsbestand 20,6 Milliarden Euro. Das ist ein neuer Höchstwert.  Ende vergangenen Jahres hatte TKMS einen Torpedo-Auftrag der Bundeswehr erhalten. Im Januar war bekanntgeworden, dass die norwegische Regierung zwei weitere U-Boote bestellt hat. Vier sind schon geordert.  Die gesamten Auftragseingänge summierten sich auf 3,4 Milliarden Euro. Im Vergleichszeitraum hatte der Wert noch höher gelegen.  Der Vorstandsvorsitzende Oliver Burkhard sagte, TKMS könne den Auftragsbestand mit den eigenen Werften abdecken. "Mit Blick nach vorne prüfen wir aber schon jetzt mögliche internationale Partnerschaften." Der Umsatz stieg um zehn Prozent auf 1,17 Milliarden Euro, weil TKMS zufolge Aufträge nach Plan abgearbeitet werden konnten. Der Gewinn vor Zinsen und Steuern nahm bereinigt um 14 Prozent auf 60 Millionen Euro zu. Unter dem Strich verdiente TKMS 27 Millionen Euro, was einem Rückgang um 41 Prozent entsprach. Der Gewinnrückgang ist die Folge von Investitionen in den Ausbau des Unternehmens, etwa für Forschung und Entwicklung sowie Vertrieb. © dpa-infocom, dpa:260511-930-63748/1