Datum11.05.2026 07:29
Quellewww.zeit.de
TLDRSachsens Wirtschaftsminister Dirk Panter (SPD) kritisiert die Energiepolitik des Freistaates und bezeichnet ihn als „Entwicklungsland“ bei der Windkraft. Er fordert einen „unideologischen Realitätscheck“ der Energiewende, da ein sofortiger Ausbau erneuerbarer Energien die Volkswirtschaft überfordern könnte. Ein Mix aus erneuerbaren Energien und Gaskraftwerken sei notwendig. Sachsen produziere zudem zu wenig Strom aus erneuerbaren Quellen im Vergleich zu anderen ostdeutschen Bundesländern, sei aber im Solarbereich gut aufgestellt.
InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Energie“. Lesen Sie jetzt „Panter: Sachsen ist bei Windkraft "Entwicklungsland"“. Sachsens Wirtschaftsminister Dirk Panter (SPD) hat sich dafür ausgesprochen, die Energiewende "einem unideologischen Realitätscheck" zu unterziehen. "Wir werden in Sachsen gerade in einem Energie-Kulturkampf zerrieben", sagte der SPD-Politiker in einem Interview der "Leipziger Volkszeitung" und der "Sächsischen Zeitung". Die einen forderten mehr Tempo, andere hielten die Energiewende für völligen Quatsch, so Panter. "Ich halte beides für falsch. Ich bin fest davon überzeugt, dass der Ausbau erneuerbarer Energien richtig ist. Aber können es sofort 100 Prozent sein? Ich denke, das kann sich unsere Volkswirtschaft aktuell nicht leisten." Nötig sei ein guter Mix aus Erneuerbaren Energien und Gaskraftwerken als Puffer für Spitzenlasten oder Dunkelflauten. "Generell produzieren wir in Sachsen noch immer zu wenig Strom aus Erneuerbaren und haben deutlich weniger Überschüsse als andere Länder im Osten", sagte der Minister. "Vor allem bei der Windkraft sind wir ein absolutes Entwicklungsland. Im Solarbereich sind wir hingegen sehr weit gekommen." © dpa-infocom, dpa:260511-930-63190/1