Bei Militärübung verschwunden: Marokkanische Armee findet Leiche eines vermissten US-Soldaten

Datum11.05.2026 05:16

Quellewww.spiegel.de

TLDREin vermisster US-Soldat, der an einer Militärübung in Marokko teilnahm, wurde tot im Meer gefunden. Er und ein weiterer Soldat galten seit Anfang Mai als vermisst. Die marokkanische Armee und verbündete Truppen organisierten eine umfangreiche Suchaktion. Die Todesursache wird als Unfall vermutet, ein terroristischer Hintergrund ausgeschlossen. Die Suche nach dem zweiten vermissten Soldaten läuft weiter.

InhaltSeit Anfang Mai galten zwei US-Soldaten im Süden Marokkos als verschwunden. Nun wurde einer der Männer tot aus dem Meer geborgen. Nach dem zweiten wird weiter gesucht. Ein Suchteam des marokkanischen Militärs hat die Leiche eines vermissten US-Soldaten gefunden. Der Tote sei am Samstag aus dem Meer geborgen worden, teilte die Armee mit. Auch das US-Militär bestätigte  den Todesfall: Demnach handelt es sich bei dem Soldaten um den 27 Jahre alten Kendrick Lamont Key ​Jr. aus Richmond im US-Bundesstaat Virginia. Behalten Sie den Überblick: Jeden Werktag gegen 18 Uhr beantworten SPIEGEL-Autorinnen und -Autoren die wichtigsten Fragen des Tages im Newsletter "Die Lage am Abend" – hintergründig, kompakt, kostenlos. Hier bestellen Sie Ihr News-Briefing als Mail. Er und ein weiterer US-Soldat hatten an dem internationalen Militärmanöver "African Lion 2026" im Süden Marokkos teilgenommen. Am 2. Mai wurden die beiden als vermisst gemeldet. Seitdem war eine große Suchaktion im Gange: Die US-Armee, marokkanische Streitkräfte und verbündete Truppen suchten im Übungsgebiet Cap Draa zu Land, zu Wasser und in der Luft nach den beiden Vermissten. Zehn Flugzeuge, Taucher sowie ein unbemanntes Unterwasserfahrzeug waren an der Aktion beteiligt. Die Leiche des US-Soldaten wurde nun in ein Militärkrankenhaus gebracht, wie die marokkanische Armee mitteilte. Von dort soll sie in die Heimat des Toten überführt werden. Die Suche nach dem zweiten Soldaten dauert demnach weiter an. Ein US-Militärsprecher teilte der Nachrichtenagentur AFP am Sonntagabend mit, dass die Soldaten möglicherweise ins Meer gestürzt seien. Es handele sich aller Wahrscheinlichkeit nach um einen Unfall. Einen terroristischen Hintergrund schloss der Sprecher aus. Das "Wall Street Journal" hatte zuvor berichtet, dass die Soldaten vermutlich wandern gingen, nachdem die Übungen beendet waren. Das Militärmanöver "African Lion 2026" hatte Ende April in der südmarokkanischen Stadt Agadir begonnen. An der Übung nahmen fast 5000 Militärangehörige aus mehr als 40 Ländern teil. Sie dauerte bis zum 8. Mai.