Donald Trump reist am Mittwoch nach China zu Xi Jinping: Das sind die Themen

Datum11.05.2026 04:32

Quellewww.spiegel.de

TLDRUS-Präsident Donald Trump besucht China, um mit Xi Jinping über den Handelskonflikt beider Länder zu sprechen. Auch die Rolle Chinas im Iran-Krieg und die Haltung beider Länder zu Taiwan dürften auf der Agenda stehen. Trump reist auf Einladung von Xi Jinping, die Reise wurde wegen des Iran-Kriegs verschoben.

InhaltNun bestätigt auch Peking: US-Präsident Donald Trump besucht in dieser Woche seinen Amtskollegen Xi Jinping. Im Mittelpunkt dürfte der Handelskonflikt stehen. Und dann ist da noch Chinas Rolle im Irankrieg. Erstmals seit 2017 besucht ein US-Präsident wieder China: Das chinesische Außenministerium bestätigte den anstehenden Aufenthalt von Donald Trump in der Volksrepublik nun auch offiziell. Der Republikaner komme von Mittwoch bis Freitag auf Einladung von Staats- und Parteichef Xi Jinping, hieß es weiter. Zuvor hatte bereits Trump selbst den Besuch angekündigt. China bestätigte den Staatsbesuch, wie bei solchen Anlässen üblich, erst kurz vor Beginn. Trump wollte ursprünglich Ende März nach China fliegen. Die Reise musste jedoch wegen des Irankriegs kurzfristig verschoben werden. Der Republikaner hatte Xi zuletzt Ende Oktober am Rande des Gipfels der Asiatisch-Pazifischen Wirtschaftsgemeinschaft (Apec) in Südkorea getroffen. Die beiden größten Volkswirtschaften der Welt stehen seit Trumps Amtsantritt im vergangenen Jahr in einem Handelskonflikt, der mit hohen Zöllen und Exportkontrollen den Warenverkehr massiv stört und die Weltwirtschaft in Mitleidenschaft zieht. Im Oktober 2025 hatte sich der Konflikt etwas entspannt. Neben handelspolitischen Themen dürften sich die beiden Staatschefs nach Ansicht von Experten auch über die Lage im Nahen Osten unterhalten. Auf der Agenda könnte auch Washingtons Haltung zur Inselrepublik Taiwan stehen, die Peking zum Staatsgebiet Chinas zählt und an sich binden will. Es wird erwartet, dass auch der Irankrieg zum wichtigen Gesprächsthema wird. China ist ein enger Verbündeter Irans. In der vergangenen Woche war zum ersten Mal seit Beginn des Krieges ein hochrangiges Mitglied der iranischen Führung nach China gekommen. Der iranische Außenminister Abbas Araghchi traf seinen Amtskollegen Wang Yi in Peking. Mit dem Treffen zwischen Wang und Araghchi hatte Peking den Balanceakt versucht, im Irankrieg zu vermitteln und den USA vor dem Trump-Xi-Gipfel ein Stück entgegenzukommen, ohne sich selbst zu tief zu verstricken. Die Trump-Regierung hatte China zuletzt gedrängt, mit seinen engen wirtschaftlichen und politischen Beziehungen zu Teheran mehr Druck auf Iran auszuüben. Gerade was die Öffnung der Straße von Hormus angeht. Iran ist ein günstiger Absatzmarkt für chinesische Produkte. China wiederum kaufte bis vor dem Krieg 90 Prozent des sanktionierten iranischen Öls. Es lieferte Iran Bauteile für Dual-Use-Güter, die sowohl im Zivilen als auch in Raketen und Drohnen eingesetzt werden können. US-Geheimdienste prüfen laut Medienberichten, ob China auch während des laufenden Krieges schultergestützte Raketen und Dual-Use-Teile an Iran geliefert haben könnte. China dementierte das.