Iran-Krieg: Iran droht Frankreich und Großbritannien in Straße von Hormus

Datum10.05.2026 21:33

Quellewww.spiegel.de

TLDRIran droht Frankreich und Großbritannien mit einer "entschiedenen und sofortigen Antwort", sollten deren Kriegsschiffe in der Straße von Hormus aktiv werden. Vizeaußenminister Gharibabadi betonte, nur Iran könne dort für Sicherheit sorgen. Präsident Macron erklärte, Frankreich strebe eine mit Iran abgestimmte Mission zur Sicherung der Schifffahrt an. Die Straße von Hormus ist seit Beginn des Irankriegs weitgehend gesperrt, was weltweit zu steigenden Energiepreisen führte.

InhaltIran werde es keinem Land erlauben, sich in der Meerenge einzumischen, heißt es aus Teheran. Der französische Präsident stellt klar: Er strebe lediglich eine mit Iran abgestimmte Mission zur Sicherung der Schifffahrt an. Die iranische Regierung hat Großbritannien und Frankreich mit einer "entschiedenen und sofortigen Antwort" gedroht, sollten deren Kriegsschiffe in der Straße von Hormus aktiv werden. "Wir erinnern sie daran, dass sowohl in Kriegs- als auch in Friedenszeiten allein die Islamische Republik Iran in der Straße für Sicherheit sorgen kann und sie keinem Land erlauben wird, sich in diese Dinge einzumischen", erklärte Vizeaußenminister Kazem Gharibabadi im Onlinedienst X. Der französische Präsident Emmanuel Macron betonte unterdessen, seine Regierung habe nie einen Einsatz von Kriegsschiffen in der Straße von Hormus geplant, sondern eine "mit dem Iran abgestimmte" Mission zur Sicherung der Schifffahrt in der Meerenge. Gemeinsam mit Großbritannien habe Frankreich 50 Länder und internationale Organisationen zusammengeholt, um in Abstimmung mit Teheran die Wiederaufnahme des Schiffsverkehrs abzusichern, "sobald die Umstände dies zulassen", sagte Macron. Frankreich lehne weiterhin jegliche Blockade der Straße von Hormus ab, "egal, von wem sie kommt", betonte der französische Präsident. Auch Mautforderungen dürfe es nicht geben, die freie Schifffahrt müsse gewährt bleiben. Der französische Flugzeugträger "Charles de Gaulle" hatte vor wenigen Tagen den Suez-Kanal passiert, um sich für einen möglichen Einsatz zur Absicherung der Straße von Hormus in Stellung zu bringen. Auf dem Flugzeugträger befinden sich etwa 20 Kampfjets, er wird zudem von mehreren Fregatten begleitet. Macron und der britische Regierungschef Keir Starmer setzen sich seit Längerem für eine internationale Mission zur Absicherung der Schifffahrt durch die Meerenge ein. Die Bundeswehr will sich unter anderem mit einem Minenjagdboot beteiligen . Der Einsatz soll erst nach einem Ende der Kampfhandlungen beginnen. Die Straße von Hormus ist seit Beginn des Irankriegs Ende Februar von den iranischen Revolutionsgarden weitgehend gesperrt. In der Folge sind die Energiepreise weltweit in die Höhe geschossen. Die US-Armee wiederum blockiert die iranischen Häfen an der Schifffahrtsstraße. Wo wird im Nahen Osten angegriffen? Wie sind die Region und die Welt vom Konflikt betroffen? Der Überblick in Karten und Grafiken .