Datum10.05.2026 20:58
Quellewww.zeit.de
TLDRIn fünf sächsischen Städten fanden Oberbürgermeisterwahlen statt. In Döbeln, Werdau und Dippoldiswalde siegten die Amtsinhaber direkt. In Görlitz und Aue-Bad Schlema ist ein zweiter Wahlgang nötig, da keiner der Kandidaten die absolute Mehrheit erreichte. Der Görlitzer Amtsinhaber verpasste die Mehrheit nur knapp. In Aue-Bad Schlema liegt ein Vertreter der „Freien Sachsen“ vorn. Die Wahlbeteiligungen waren in den meisten Städten niedrig.
InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Kommunalwahl“. Lesen Sie jetzt „Fünf Städte wählen Oberbürgermeister - die Ergebnisse“. Görlitz, Döbeln, Werdau, Aue-Bad Schlema und Dippoldiswalde: In diesen fünf sächsischen Städten waren die Bürger zur Wahl des Oberbürgermeisters aufgerufen. Die drei Amtsinhaber von Döbeln, Werdau und Dippoldiswalde setzten sich direkt durch. In Görlitz und Aue-Bad Schlema ist hingegen ein zweiter Wahlgang notwendig, weil keiner der Kandidaten mehr als 50 Prozent der Stimmen erhielt. Der Görlitzer Amtsinhaber Octavian Ursu (CDU) verpasste mit 49,1 Prozent der Stimmen die notwendige Mehrheit nur knapp, wie aus dem vorläufigen Endergebnis hervorgeht. Der AfD-Landtagsabgeordnete Sebastian Wippe folgt auf Platz zwei mit 44,3 Prozent. Abgeschlagen dahinter liegen Sabine Christian (Linke) mit 3,4 Prozent, und Hagen Jeschke (parteilos) mit 3,2 Prozent. Die Wahlbeteiligung lag bei 58,8 Prozent. Für die rund 44.500 Wahlberechtigten steht am 31. Mai ein zweiter Wahlgang an, bei dem der Kandidat mit den meisten Stimmen gewinnt. In Aue-Bad Schlema setzte sich ebenfalls keiner der fünf Bewerber als Nachfolger für das langjährige Stadtoberhaupt Heinrich Kohl (CDU) durch. Die meisten Stimmen holte laut vorläufigem Endergebnis Stefan Hartung von der rechtsextremen Kleinpartei "Freie Sachsen" (29,0 Prozent). Er landete damit deutlich vor Marcus Hoffmann (CDU) mit 23,6 Prozent und Danny Weber (Freie Wählervereinigung) mit 22,5 Prozent. Für Lars Bochmann stimmten 18,5 Prozent. Auf den letzten Platz kam Tony Neuß (Linke). Die Wahlbeteiligung lag in der 19.000-Einwohner Stadt im Erzgebirge bei 60,8 Prozent. Der zweite Wahlgang ist für den 7. Juni geplant. In Döbeln (Landkreis Mittelsachsen) steht fest: Der neue Oberbürgermeister heißt wie der alte: Amtsinhaber Sven Liebhauser (CDU) sicherte sich den Wahlsieg. Auf ihn kamen laut vorläufigem Endergebnis auf 56,4 Prozent der Stimmen - und damit deutlich mehr als die geforderte absolute Mehrheit. Dahinter liegt mit großem Abstand Sven Weißflog (Freie Wähler), für den 33,4 Prozent stimmten. Für Sven Hofmann von der rechtsextremen Kleinpartei "Freie Sachsen" entschieden sich 6,0 Prozent und für Jörg Koitsch (BSW) 4,2 Prozent. Die Wahlbeteiligung lag bei 52,4 Prozent. Noch deutlicher verteidigte die Oberbürgermeisterin von Dippoldiswalde (Sächsische Schweiz-Osterzgebirge), Kerstin Körner, ihr Amt. Als unabhängige Kandidatin holte sie laut vorläufigem Ergebnis 77,4 Prozent der Stimmen und bleibt damit weitere sieben Jahre Stadtoberhaupt. Chancenlos waren dagegen Marcus Wünschmann (parteilos) mit 15,0 Prozent und Tom Wittig (Linke) mit 7,6 Prozent. Den Weg zur Wahlurne fanden nur 48,5 Prozent der Wahlberechtigten. Ein ähnlich starkes Ergebnis erzielte Oberbürgermeister Sören Kristensen (Unabhängige Liste) in Werdau (Landkreis Zwickau). 71,9 Prozent der Wähler stimmten für den Amtsinhaber, der damit weiter Ratshauschef bleibt. Die restlichen Stimmen verteilten sich auf die Herausforderer Philipp Meyer (Bürger für Werdau) mit 19,3 Prozent und Willy Leo Lippold (Linke) mit 8,8 Prozent. Auch hier war die Wahlbeteiligung mit 47,8 Prozent niedrig. © dpa-infocom, dpa:260510-930-62138/1