Datum10.05.2026 20:47
Quellewww.spiegel.de
TLDREin ausgeflogener französischer Passagier des Kreuzfahrtschiffs "Hondius" zeigt Symptome eines Hantavirus-Ausbruchs, bei dem bereits drei Personen starben. Der Mann wurde nach der Landung in Paris unter Quarantäne gestellt. Das Schiff erreichte Teneriffa, und die übrigen Insassen traten individuelle Heimreisen an, nachdem sie vor der Abreise als symptomfrei eingestuft wurden. Drei weitere Infektionen und zwei Verdachtsfälle wurden bestätigt.
InhaltAm Sonntagmorgen erreichte das von einem Hantavirus-Ausbruch betroffene Kreuzfahrtschiff "Hondius" Teneriffa. Ein bereits ausgeflogener französischer Passagier zeigt nun Krankheitssymptome. Ein Franzose – der nach dem tödlichen Hantavirus-Ausbruch auf dem Kreuzfahrtschiff "Hondius" ausgeflogen wurde – hat nach Angaben der französischen Regierung Krankheitssymptome. Bei einem der fünf am Sonntagnachmittag am Flughafen Le Bourget bei Paris gelandeten Passagiere seien während des Fluges Symptome aufgetreten, erklärte Premierminister Sébastien Lecornu im Onlinedienst X. Alle fünf wurden demnach direkt nach der Landung bis auf Weiteres unter strenge Quarantäne gestellt und isoliert. Sie sollen in einem Pariser Krankenhaus gründlich untersucht und medizinisch betreut werden. Am Sonntag hatten evakuierte Passagiere und Besatzungsmitglieder des Kreuzfahrtschiffs von der Kanareninsel Teneriffa aus mit Sondermaschinen die Heimreise angetreten. Vier Deutsche starteten am Nachmittag gemeinsam mit weiteren Betroffenen mit einer niederländischen Maschine in Richtung Niederlande und sollten anschließend nach Deutschland gebracht werden. Vor Verlassen des Schiffs waren nach Angaben der spanischen Gesundheitsministerin Mónica García alle Passagiere und Besatzungsmitglieder noch einmal untersucht und für symptomfrei befunden worden. In den vergangenen Wochen waren drei Passagiere des Schiffs am Hantavirus gestorben, darunter eine Deutsche. Unter den rund 150 Insassen des Kreuzfahrtschiffs wurden nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation WHO bislang drei weitere Infektionen mit der von Mensch zu Mensch übertragbaren Anden-Variante des Hantavirus nachgewiesen, zudem gibt es zwei Verdachtsfälle.