Fußball-Bundesliga: Heidenheims Hoffnung aufs Wunder lebt: 3:1-Sieg in Köln

Datum10.05.2026 19:25

Quellewww.zeit.de

TLDRDer 1. FC Heidenheim hat durch einen 3:1-Auswärtssieg in Köln die Hoffnung auf den Klassenerhalt in der Bundesliga gewahrt. Punktegleich mit Wolfsburg und St. Pauli gehen die Ostälbler als Tabellensiebzehnter in den letzten Spieltag. Tore von Schöppner (2) und Ibrahimovic sicherten den ersten Auswärtssieg seit Langem. Köln war bereits gerettet und trat sorglos auf.

InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Fußball-Bundesliga“. Lesen Sie jetzt „Heidenheims Hoffnung aufs Wunder lebt: 3:1-Sieg in Köln“. Die Hoffnung auf das Wunder von der Ostalb lebt und die Fußball-Bundesliga bekommt ein Herzschlagfinale um die Abstiegsentscheidung. Nach dem 3:1 (2:1) des 1. FC Heidenheim beim 1. FC Köln gehen erstmals überhaupt die letzten drei Teams der Tabelle punktgleich in den 34. Spieltag. Tore von Jan Schöppner (8. Minute, 72.) und Arijon Ibrahimovic (28.) machten den ersten Auswärtssieg der Heidenheimer seit fast einem halben Jahr perfekt und hielten den Glauben an die wundersame Rettung am Leben.  Das Team von Trainer Frank Schmidt, das seit Monaten Schlusslicht der Bundesliga war, nutzte die Niederlagen des Drittletzten Wolfsburg (0:1 gegen Bayern) und des neuen Letzten St. Pauli (1:2 in Leipzig) und zog nach Punkten (26) gleich. Vor dem abschließenden Saisonspiel gegen Mainz trennt nur noch das Torverhältnis Heidenheim (-29) von Wolfsburg (-26), das sich mit St. Pauli (-29) direkt duelliert. Die Kölner, für die Marius Bülter (10.) traf, waren schon vor Spielbeginn gerettet. Die Gäste gingen mutig in die Partie, die sie unbedingt gewinnen mussten. "Und jetzt mal ehrlich, was haben wir noch zu verlieren seit Wochen? Gar nichts. Wir haben auch jetzt nichts zu verlieren. Wir sind immer noch Achtzehnter", hatte Heidenheims Trainer Schmidt vor dem Spiel bei DAZN gesagt. An den vergangenen sechs Spieltagen hatte sein Team sieben Punkte auf die Konkurrenz aufgeholt. Nach dem Sieg in Köln zogen die Heidenheimer in der Tabelle wegen der mehr erzielten Tore am FC St. Pauli vorbei auf Platz 17.  Die Kölner gingen angesichts ihrer Rettung sorglos die Partie an. Stamm-Innenverteidiger Jahmai Simpson-Pusey war am Morgen zu spät zum Anschwitzen gekommen und daraufhin von Kölns Trainer René Wagner aus dem Kader gestrichen worden. "Wir haben die ganze Woche darüber gesprochen, dass das Spiel für uns wichtig ist und da müssen wir Haltung zeigen und wenn Spieler dann morgens zu spät kommt, dann muss es Konsequenzen geben. Das muss die Mannschaft zu spüren bekommen", befand Wagner, der in den kommenden Tagen zur Dauerlösung auf dem Trainerposten bestätigt werden soll. Der 37-Jährige war im März nach der Trennung von Lukas Kwasniok vom Co- zum Interimstrainer aufgestiegen.  Ohne Simpson-Pusey fehlte gerade in der Anfangsphase noch die Ordnung in der Kölner Hintermannschaft. Cenk Özkacar patzte vor der Heidenheimer Führung gleich zweimal derb und folgenschwer. Nach dem Kopfballtreffer von Mittelfeldspieler Schöppner glich der FC allerdings postwendend aus. Bei Bülters strammen Schuss aus spitzem Winkel war Frank Feller im Heidenheimer Tor machtlos. FCH-Coach Schmidt hatte den 22-Jährigen vor dem Spiel überraschend zur neuen Nummer eins befördert und den beim 3:3 beim FC Bayern schwachen Diant Ramaj auf die Bank gesetzt.  "Da gibt es nicht diesen einen Grund", sagte Schmidt zu seinem Torwartwechsel. Feller hatte sich vor der Saison schwer am Knie verletzt, war monatelang ausgefallen und sich zuletzt im Training laut Schmidt wieder auf ein "absolutes Toplevel" gebracht. Feller würde auch im Fall der Relegationsspiele im Tor bleiben, stellte Schmidt klar.  Die wurden noch in der ersten Halbzeit durch Ibrahimovics erneute Führung wieder wahrscheinlicher. Auch beim 2:1 der Gäste sah die Kölner Abwehr schlecht aus. Heidenheim blieb gegen den sorglosen FC spielbestimmend, agierte teilweise aber zu umständlich und verpasste noch vor der Pause das durchaus mögliche dritte Tor in gleich mehreren Situationen. Pfiffe der Kölner Fans zur Pause waren die Konsequenz.  Im zweiten Durchgang wirkten die Rheinländer zunächst entschlossener und spielten offensiver, was den Gästen Raum zum Kontern gab. Auch der wurde allerdings nur unzureichend genutzt. Erst knapp zwanzig Minuten vor dem Ende machte Schöppner endgültig den Deckel drauf. © dpa-infocom, dpa:260510-930-61902/1