Hantavirus auf Kreuzfahrtschiff: Deutscher Passagier kommt in Charité-Quarantäne

Datum10.05.2026 17:49

Quellewww.spiegel.de

TLDREin deutscher Passagier eines vom Hantavirus betroffenen Kreuzfahrtschiffes "Hondius" wird nach Ankunft in Teneriffa zur Quarantäne nach Berlin in die Charité gebracht. Die Person zeigt keine Symptome. Weitere deutsche Staatsangehörige des Schiffes, das Passagiere aus 23 Ländern hat, werden ebenfalls in ihre Heimatländer zurückkehren und dort unter Quarantäne gestellt. Die genauen Transportmodalitäten des Berliner Patienten werden noch beraten.

InhaltAm Sonntagmorgen erreichte das von einem Hantavirus-Ausbruch betroffene Kreuzfahrtschiff "Hondius" Teneriffa. Die deutschen Passagiere sollen nun rasch zurückkehren – einer wird bereits in Berlin erwartet. Nachdem das vom Hantavirus-Ausbruch betroffene Kreuzfahrtschiff "Hondius" am Sonntagmorgen auf der spanischen Insel Teneriffa angelegt hat, bereiten sich die Krankenhäuser in den Herkunftsländern der Passagiere nun auf deren Ankunft vor. Einer der deutschen Passagiere soll in die Berliner Charité gebracht werden. Derzeit werde die Ausgestaltung des Transports beraten, teilte ein Sprecher der zuständigen Berliner Senatsverwaltung für Gesundheit auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur mit. "Für diesen Fall ist die Aufnahme auf die Infektiologie der Charité sowie die Anordnung einer Quarantäne durch das zuständige Gesundheitsamt vorgesehen", hieß es. Den Angaben zufolge zeigt die Person bisher keine Symptome und kommt "aus der Region Berlin-Brandenburg". Das Land Berlin befinde sich derzeit in enger Abstimmung mit allen Beteiligten. Nach aktuellem Stand werde darüber hinaus keine weitere Person nach Berlin gebracht. Zuvor hatte es vom Brandenburger Gesundheitsministerium geheißen, dass sich unter den Betroffenen keine Person aus Brandenburg befände. Auf dem Kreuzfahrtschiff sind Reisegäste und Besatzungsmitglieder aus 23 Ländern. Nach Angaben des Bundesgesundheitsministeriums ist darunter eine mittlere einstellige Zahl von deutschen Staatsangehörigen. Laut dem Brandenburger Gesundheitsministerium werden diese betroffenen Deutschen am Sonntagabend in den Niederlanden von Spezialisten erwartet. Anschließend sollen sie nach Deutschland gebracht werden. Zu Beginn der kommenden Woche kommen sie den Angaben zufolge dann in ihren Heimatbundesländern in Quarantäne, die nach den Anordnungen der jeweiligen Gesundheitsämter erfolgt. Mehr zu den Gefahren des Hantavirus und wie hoch das Risiko einer Ausbreitung derzeit ist, lesen Sie hier .