Iran-Krieg: Kuwait meldet Drohnenattacken – neue Gespräche in Aussicht

Datum10.05.2026 16:38

Quellewww.spiegel.de

TLDRKuwait und die VAE melden mutmaßliche iranische Drohnenangriffe trotz bestehender Waffenruhe im Irankrieg. Die Spannungen zwischen Iran und den USA nehmen zu, obwohl diplomatische Bemühungen zur Deeskalation laufen. Katar und Pakistan spielen eine Vermittlerrolle, und neue Gespräche könnten in Islamabad stattfinden. details zu einer möglichen iranischen Reaktion auf einen US-Friedensvorschlag bleiben unklar.

InhaltDie Waffenruhe im Irankrieg ist brüchig, mehrere Golfstaaten melden Beschuss. In den nächsten Tagen könnte es erneut Gespräche, um den Konflikt zu befrieden – ein Land steht dabei besonders im Fokus. Trotz einer geltenden Waffenruhe ist der Golfstaat Kuwait von mutmaßlich iranischen Drohnen angegriffen worden. Die Streitkräfte hätten am Sonntagmorgen "mehrere feindliche Drohnen" im eigenen Luftraum entdeckt und darauf reagiert, teilte ein Sprecher des kuwaitischen Verteidigungsministeriums mit. Mehr Details nannte er nicht. Man sei entschlossen, die eigene Bevölkerung zu beschützen. Auch die Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) meldeten erneuten Beschuss. Die Flugabwehr habe zwei iranische Drohnen erfolgreich abgewehrt, teilte das VAE-Verteidigungsministerium mit. Opfer habe es nicht gegeben. Insgesamt habe Iran die Emirate im Krieg bisher mit rund 550 Raketen, 30 Marschflugkörpern und 2200 Drohnen angegriffen. Nachdem die USA und Israel Ende Februar den Krieg gegen Iran begonnen hatten, reagierte Teheran mit Angriffen in den Golfstaaten. Hier liegen unter anderem wichtige US-Militärstützpunkte und -Botschaften. Kuwait und die VAE waren besonders betroffen. Eine Waffenruhe gilt eigentlich seit einem Monat. Die militärischen Spannungen sind jedoch nach wie vor beträchtlich. Bereits am Donnerstag hatten sich Iran und die USA erneut gegenseitig angegriffen. Am Freitag setzte das US-Militär zwei unbeladene Öltanker unter iranischer Flagge außer Gefecht. Die diplomatischen Bemühungen laufen derweil weiter. Am Samstag trafen sich US-Außenminister Marco Rubio und der Sondergesandte des Weißen Hauses, Steve Witkoff, mit dem katarischen Ministerpräsidenten Mohammed bin Abdulrahman Al Thani, um eine Vereinbarung zur Beendigung des Kriegs zu erreichen. Das berichtete das Portal "Axios" unter Berufung auf zwei mit der Angelegenheit vertraute Quellen. Das Weiße Haus halte Katar für besonders hilfreich in Verhandlungen mit Iran, hieß es weiter. Pakistan vermittelt im Iran-Krieg offiziell, Katar agiert eher im Hintergrund. Gespräche der Konfliktparteien unter der Vermittlung Pakistans könnten laut "Wall Street Journal" in der kommenden Woche erneut in Islamabad stattfinden. Zuletzt waren Pläne für weitere Gesprächsrunden in der pakistanischen Hauptstadt mehrmals gescheitert. Ob Iran seine Reaktion auf einen US-Friedensvorschlag mittlerweile übergeben hat, ist unbekannt. Weder die iranische Seite noch die US-Regierung äußerten sich bislang dazu.