Datum10.05.2026 16:19
Quellewww.zeit.de
TLDRNach dem sicheren Klassenerhalt der Bremer kündigt Trainer Daniel Thioune einen Kaderumbau an. Er sieht die Spielanlage und Torgefahr als verbesserungswürdig an. Mehrere Veränderungen seien nötig, um eine bessere Leistung zu erzielen. Thioune verteidigt Sport-Geschäftsführer Clemens Fritz angesichts der Kaderzusammenstellung und lobt dessen hohes Engagement für den Verein.
InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Fußball-Bundesliga“. Lesen Sie jetzt „Nach Klassenerhalt: Thioune kündigt Kaderumbau bei Werder an“. Nach dem vorzeitigen Klassenerhalt von Werder Bremen hat Trainer Daniel Thioune für die kommende Saison in der Fußball-Bundesliga einen Umbau des Kaders angekündigt. "Ich glaube, dass ich mir die Berechtigung und vielleicht auch die Chance erarbeitet habe, viel zu verändern. Denn was in diesem Jahr der Fall war, war nicht gut", sagte Thioune einen Tag nach der sportlichen Rettung in einer Medienrunde im Weserstadion. Der Klassenerhalt sei das einzige Ziel in den vergangenen Monaten gewesen. "Am Ende des Tages würde ich behaupten: Auftrag erfüllt", sagte der im Februar als Nachfolger von Horst Steffen verpflichtete Trainer. Jetzt gelte: "Wir arbeiten an dem Prozess, dass der Kader eine Veränderung braucht", so Thioune. "Das in Zahlen zu benennen, wäre jetzt sehr schwierig. Aber aufgrund der Kaderkonstellation und aus den Erkenntnissen der letzten zwölf Monate wird es sicherlich mehr als nur drei, vier Veränderungen geben." Das inhaltliche Ziel sei: "Wir wollen eine viel bessere Spielanlage haben, eine viel größere Torgefahr entwickeln und vielleicht auch mal dahinkommen, dass wir aus den vielen Chancen, die wir haben, deutlich mehr Tore erzielen." Ausdrücklich verteidigte Thioune Werders Sport-Geschäftsführer Clemens Fritz, der aufgrund der Zusammenstellung der aktuellen Mannschaft seit Monaten in der Kritik steht. Denn ein Grund, der viele Kaderveränderungen nötig macht, ist auch die hohe Anzahl von Leihspielern bei Werder. Fritz arbeite "hochprofessionell", sagte Thioune. "Zum einen ist es eine emotionale Seite bei ihm. Wenn man 20 Jahre in einem Verein wirkt, als Spieler hier war, alles erlebt hat, Kapitän war, Ehrenspielführer ist, dann macht man vieles aus einer Überzeugung heraus und auch mit sehr viel Herzblut." Er habe Fritz kennengelernt als jemand, "der mit 100 Prozent alles für den SV Werder Bremen tut", so Thioune. "Die drei Monate, die ich hier hatte und erleben durfte mit Clemens Fritz, glaube ich, dass auch der SV Werder Bremen sich glücklich schätzen kann, jemanden wie Clemens Fritz in seinen Reihen zu haben." © dpa-infocom, dpa:260510-930-61360/1