Yasmin Fahimi: DGB-Vorsitzende warnt vor Angriffen auf den Sozialstaat

Datum10.05.2026 13:49

Quellewww.zeit.de

TLDRDGB-Vorsitzende Yasmin Fahimi warnt vor Angriffen auf den Sozialstaat und verteidigt den Acht-Stunden-Tag sowie das Recht auf Teilzeit. Sie kritisiert Versuche, soziale Sicherungssysteme auszuhöhlen, und verbittet sich die schlechte Rede vom Sozialstaat samt Schuldzuweisung an Beschäftigte. Fahimi betont, dass mit dem DGB keine "Politik der sozialen Abrissbirne" möglich sei und Rentenkürzungen nicht hingenommen würden.

InhaltMit dem DGB sei eine "Politik der sozialen Abrissbirne" nicht zu machen, sagt Yasmin Fahimi. Der DGB werde das Recht auf Teilzeit und den Acht-Stunden-Tag verteidigen. Zum Auftakt des Bundeskongresses des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB) hat dessen Vorsitzende Yasmin Fahimi vor neuen Angriffen auf den Sozialstaat gewarnt. "Wir sehen, wie versucht wird, den Acht-Stunden-Tag infrage zu stellen oder soziale Sicherungssysteme auszuhöhlen", sagte Fahimi in Berlin. Der DGB werde "klare rote Linien ziehen" – gegen jeden weiteren Eingriff in das Arbeitszeitgesetz, bei der Ablehnung einer Ausweitung von Befristungen oder einer Abschaffung des Rechts auf Teilzeit. Fahimi warnte außerdem erneut davor, "den Sozialstaat schlechtzureden und die Beschäftigten zur Ursache der Krisen zu erklären". Mit den Gewerkschaften sei eine "Politik der sozialen Abrissbirne" nicht zu machen. Auch mögliche Rentenkürzungen würden die Arbeitnehmer nicht hinnehmen. Dieser Artikel wird weiter aktualisiert.