Alkohol: Ärzteverband will Verkauf von Schnaps in lizensierten Geschäften

Datum10.05.2026 13:41

Quellewww.zeit.de

TLDRDer Marburger Bund fordert strengere Regeln für den Verkauf von hochprozentigem Alkohol. Supermärkte, Tankstellen und Kioske sollen ihn nicht mehr verkaufen dürfen; stattdessen soll der Verkauf auf lizenzierte Fachgeschäfte beschränkt werden. Ziel ist es, Alkoholkonsum als vermeidbares Gesundheitsrisiko zu reduzieren und insbesondere junge Menschen besser zu schützen. Der Verband unterstützt zudem die geplante Abschaffung des begleiteten Trinkens für Jugendliche ab 14 Jahren.

InhaltSupermärkte sollten laut Marburger Bund keinen hochprozentigen Alkohol mehr verkaufen dürfen. Schnaps sollte nur noch in lizenzierten Verkaufsstellen erhältlich sein. Der Ärzteverband Marburger Bund hat strengere Regeln beim Zugang zu Alkohol gefordert. "Der Verkauf hochprozentiger alkoholischer Getränke soll ausschließlich in lizenzierten, spezialisierten Verkaufsstellen ("Alkoholshops") erfolgen", teilte der Verband auf seiner Hauptversammlung in Hannover mit. Supermärkte, Tankstellen und Kioske sollten demnach keinen hochprozentigen Alkohol mehr anbieten dürfen. Als Grund nannte der Ärzteverband, dass Alkoholkonsum zu den größten vermeidbaren Gesundheitsrisiken in Deutschland gehöre. Besonders junge Menschen müssten besser geschützt werden. Laut dem Marburger Bund erhöhen früh etablierte Konsumgüter nachweislich das Risiko für spätere Abhängigkeitserkrankungen sowie gesundheitliche und soziale Folgeschäden.  Der Ärzteverband unterstützt auch die Gesetzespläne des Bundesfamilienministeriums, das sogenannte begleitete Trinken für Jugendliche ab 14 Jahren abzuschaffen. Der Artikel wird weiter aktualisiert.