Ukrainekrieg: Bundesregierung hält Putins Äußerungen für unglaubwürdig

Datum10.05.2026 11:42

Quellewww.zeit.de

TLDRDie Bundesregierung bezeichnet die Äußerungen Wladimir Putins zu einem möglichen Kriegsende und dem Vorschlag, Gerhard Schröder als Vermittler einzusetzen, als unglaubwürdig und als Teil einer russischen "Scheinangebots"-Strategie. Man nehme die Aussagen Putins zur Kenntnis, lasse sich aber nicht spalten. Putin hatte zuvor direkte Gespräche mit Selenskyj in Aussicht gestellt und sich positiv über Schröder als Mittler geäußert.

InhaltRusslands Präsident spricht von einem möglichen Kriegsende und will Gerhard Schröder als Vermittler. Aus der Bundesregierung verlautet, dies sei ein "Scheinangebot". Die Bundesregierung blickt kritisch auf die jüngsten Äußerungen Wladimir Putins hinsichtlich eines möglichen Kriegsendes. Man habe die Worte des russischen Präsidenten zur Kenntnis genommen, zitierten die Nachrichtenagenturen Reuters und dpa übereinstimmend aus Regierungskreisen. Diese reihten sich ein in eine Serie von Scheinangeboten und seien Teil der bekannten hybriden Strategie Russlands. "Deutschland und Europa lassen sich dadurch aber nicht spalten", zitierte die dpa aus der Regierung. Putin hatte zuletzt direkte Gespräche mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj in Aussicht gestellt und gesagt, der Krieg in der Ukraine neige "sich dem Ende zu". Zudem brachte Putin den früheren Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) als möglichen Vermittler ins Gespräch. "Von allen europäischen Politikern" bevorzuge er Schröder, sagte Putin. Die beiden gelten seit Schröders Amtszeit (1998 bis 2005) als befreundet. Dieser Artikel wird weiter aktualisiert.