Zerstörung in Syrien: Johann Wadephul hält an Einschätzung zu Rückkehr nach Syrien fest

Datum20.11.2025 08:11

Quellewww.zeit.de

TLDRAußenminister Johann Wadephul (CDU) bleibt trotz interner Kritik bei seiner Einschätzung zur Rückkehr von Flüchtlingen nach Syrien. Er betont, dass dies nur sehr eingeschränkt möglich sei, insbesondere aufgrund der massiven Zerstörung in Damaskus. Wadephul äußert, dass eine große Zahl von Rückkehrern kurzfristig unwahrscheinlich ist, da die Lebensbedingungen vor Ort miserabel sind. Seine Aussagen wurden beim Wirtschaftsgipfel der Süddeutschen Zeitung bekräftigt und er fordert faktenbasierte Gegenargumente.

InhaltDer Außenminister bleibt trotz Kritik bei seiner Aussage zu Syrien. Es sei seine "nüchterne Analyse", dass die Rückkehr in das Land nur sehr eingeschränkt möglich sei. Außenminister Johann Wadephul (CDU) hält auch nach unionsinterner Kritik an seiner Einschätzung der Lage in dem vom Bürgerkrieg gezeichneten Syrien fest. Sein Satz, dass die Rückkehr an zerstörte Orte in Damaskus kurzfristig nur sehr eingeschränkt möglich sei, "ist das Mindeste, was man an der Stelle sagt und dabei bleibe ich auch, weil es meine nüchterne Analyse ist", sagte der CDU-Politiker beim Wirtschaftsgipfel der Süddeutschen Zeitung. "Das ist meine Einschätzung dort und wer das anders sieht, der müsste dort entsprechend argumentieren und auch Fakten nennen. Aber es ist leider so, wie es ist." Ende Oktober hatte Wadephul beim Besuch einer schwer verwüsteten Vorstadt von Damaskus angezweifelt, dass angesichts der massiven Zerstörung kurzfristig eine große Zahl syrischer Flüchtlinge freiwillig dorthin zurückkehren werde. "Hier können wirklich kaum Menschen richtig würdig leben", sagte er damals. Dieser Artikel wird weiter aktualisiert.