Menowin Fröhlich gewinnt »Deutschland sucht den Superstar«: Auf den Knien, Dieter Bohlen im Arm

Datum10.05.2026 03:43

Quellewww.spiegel.de

TLDRMenowin Fröhlich hat "Deutschland sucht den Superstar" im dritten Anlauf gewonnen. Nach früheren Rückschlägen, darunter ein Ausschluss wegen einer Haftstrafe und ein zweiter Platz im Finale, sicherte sich der skandalumwitterte Sänger den Sieg. Trotz skeptischer Reaktionen aufgrund seiner Vergangenheit wurde seine erneute Teilnahme als emotionale Comeback-Story inszeniert. Fröhlich bestreitet Absprachen und will damit ein persönliches Trauma überwinden. Mit dem Sieg erhält er 100.000 Euro und einen Plattenvertrag.

InhaltVor 21 Jahren kam die Justiz dazwischen, fünf Jahre später reichte es nur zum Vizetitel. Nun hat es der skandalumwitterte Sänger Menowin Fröhlich geschafft: Er siegte bei "Deutschland sucht den Superstar". Doch Zweifel bleiben. Im dritten Anlauf ist Menowin Fröhlich (38) zum Sieger von "Deutschland sucht den Superstar" gekürt worden. Der in Bayern lebende Sänger entschied das Publikumsvoting der RTL-Liveshow am späten Samstagabend für sich. Mit Tränen in den Augen kniete Fröhlich nach der Verkündung auf dem Studioboden und nahm Juryboss Dieter Bohlen in den Arm. In den vergangenen Wochen gab es reichlich Wirbel um die erneute Teilnahme des mit allerlei Skandalen und Gerichtsurteilen behafteten Kandidaten. Schon 2005 schaffte er es in die Top 20, musste dann aber aufgrund einer Gefängnisstrafe ausscheiden. Fünf Jahre später kam er ins Finale, überzeugte in allen Liveshows und wurde überraschend nur Zweiter. Es folgen Berichte über Drogenprobleme und gerichtliche Termin sowie Auftritte in Reality-Shows wie "Promi Big Brother". Nur mit der Musik geht es nicht voran. Dass der 38-Jährige noch einmal mitmachen durfte, sorgte nicht bei allen Zuschauern für Begeisterung. Mit Fröhlich setzt der Show-Dauerbrenner auf eine Story, die sich fast von allein erzählt: der gefallene Star, der lange mit sich selbst kämpft und noch einmal aufsteht. Da wurden schnell Fragen laut, ob das ganze geplant war. Immerhin war der Sänger nur in die Sendung geraten, weil er seine Tochter zu einem Casting begleitet hatte. So zumindest wurde es in der Sendung dargestellt. Fröhlich selbst bestritt gegenüber der Nachrichtenagentur dpa jegliche Absprachen: "Ich war da in erster Linie als Vater. Dass sich daraus so etwas entwickelt, war nicht geplant. Aber manchmal entstehen die wichtigsten Dinge im Leben genau dann, wenn man sie nicht kontrolliert." Der Sänger selbst setzte sich als Ziel, das Trauma seines ersten "DSDS"-Finals endlich zu überwinden. "Ich würde mich übertrieben freuen, da einen Deckel drauf zu machen", sagte er. Bei der über dreieinhalbstündigen Finalshow aus Köln setzte sich Fröhlich gegen Constance Dizendorf (19), Tyrell Hagedorn (19), Paco Simic (23) und Abii Faizan (24) durch. Mit dem Sieg hat er einen Plattenvertrag und 100.000 Euro in der Tasche. Sein Gewinnertitel heißt "Mercy On Me" – subtil. "DSDS" geht im kommenden Jahr mit der 23. Staffel weiter. In der Jury sitzen dann erneut Ewigjuror Bohlen, Ballermann-Sängerin Isi Glück und Rapper Bushido.