Hantavirus: Ursprung von Hantavirus-Ausbruch wohl nicht in Feuerland

Datum09.05.2026 18:59

Quellewww.zeit.de

TLDRArgentinische Behörden schließen Feuerland als Ursprung des Hantavirus-Ausbruchs auf dem Kreuzfahrtschiff "Hondius" weitgehend aus. Die Inkubationszeit von mindestens zwei bis drei Wochen spricht dagegen, da Infizierte bereits kurz nach der Einschiffung Symptome zeigten. Dies deutet auf eine Ansteckung vor der Reise nach Feuerland hin, obwohl die Weltgesundheitsorganisation (WHO) Fälle und auch Todesfälle bestätigte.

InhaltArgentinische Behörden halten eine Ansteckung in Feuerland für nahezu ausgeschlossen. Die Inkubationszeit von mindestens zwei bis drei Wochen spreche dagegen. Der Ursprung des Hantavirus-Ausbruchs auf dem Kreuzfahrtschiff "Hondius" liegt nach Einschätzung der Behörden in der argentinischen Provinz Tierra del Fuego nicht in Feuerland. "Die Wahrscheinlichkeit, dass die Ansteckung hier erfolgte, liegt praktisch bei null", sagte Juan Petrina, Direktor für Epidemiologie im Gesundheitsministerium der Provinz. Die "Hondius" war am 1. April von der Provinzhauptstadt Ushuaia aus in See gestochen. Später bestätigte die Weltgesundheitsorganisation (WHO) sechs Hantavirus-Fälle und zwei Verdachtsfälle. Drei der acht Betroffenen starben. Zur Begründung verwies Petrina auf den zeitlichen Verlauf bei einem niederländischen Paar, das nach Angaben des Provinz-Gesundheitsministeriums nach monatelanger Reise durch Argentinien, Chile und Uruguay am 29. März in Ushuaia ankam und sich am 1. April auf der "Hondius" einschiffte. Bereits am 6. April hätten beide erste Symptome gezeigt. Die Inkubationszeit liege jedoch bei mindestens zwei bis drei Wochen, sagte Petrina. Das spreche gegen eine Ansteckung in Tierra del Fuego. Dieser Artikel wird weiter aktualisiert.