Teils gegen Auflagen verstoßen: Russischer Botschafter nimmt an Gedenkmarsch in Berlin teil

Datum09.05.2026 16:10

Quellewww.zeit.de

TLDRDer russische Botschafter Sergej Netschajew nahm am Gedenkmarsch zum 81. Jahrestag des Kriegsendes in Berlin teil, bei dem er auch das sowjetische Ehrenmal besuchte. Die Polizei untersagte russische Fahnen und Uniformen, wogegen es vereinzelt Verstöße gab. Die Veranstaltungen verliefen größtenteils friedlich.

InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Teils gegen Auflagen verstoßen“. Lesen Sie jetzt „Russischer Botschafter nimmt an Gedenkmarsch in Berlin teil“. Anlässlich des Kriegsendes in Europa vor 81 Jahren hat der russische Botschafter Sergej Netschajew an einem Gedenkmarsch in Berlin teilgenommen. Dabei besuchte er das sowjetische Ehrenmal im Tiergarten, wo er auch bei einer Kranzniederlegung teilnahm.  Nach Angaben der Polizei nahmen rund 600 Menschen an dem Gedenkzug teil, der sich vom Brandenburger Tor zum Ehrenmal bewegte. 1.000 Teilnehmer waren angemeldet gewesen. Die Versammlungen rund um den Tag der Befreiung verliefen weitestgehend störungsfrei und friedlich, sagte eine Sprecherin der Polizei. Bisher gebe es keine Straftaten.  Für die Demonstrationen und Gedenkveranstaltungen zum Jahrestag des Kriegsendes an den drei sowjetischen Ehrenmalen verbat die Polizei wegen des Ukraine-Krieges Uniformen und russische Fahnen. Am Freitag und Samstag wurden an den Ehrenmalen im Treptower Park, nahe dem Brandenburger Tor und in Schönholz Flaggen und Symbole mit Bezug zu Russland, aber auch militärische Uniformen und Abzeichen sowie Marsch- und Militärlieder untersagt. Ausnahmen galten für Diplomaten, Veteranen des Weltkriegs und Vertreter von einigen Staaten. Auch Symbole zur Unterstützung Russlands im Krieg gegen die Ukraine waren verboten. Gegen diese Auflagen sei vereinzelt verstoßen worden, sagte die Polizeisprecherin. Rund 1.030 Kräfte der Polizei seien im Einsatz, mehr als 30 Versammlungen seien angemeldet, hieß es von der Polizei auf X.  Russische oder deutsche Mitglieder des prorussischen und nationalistischen Motorradclubs "Nachtwölfe" fuhren wie in den vergangenen Jahren zu dem Gedenktermin aus Osteuropa nach Deutschland. In diesem Jahr fuhren sie nach Angaben der Polizei aber nicht durch Berlin. Mit der Kapitulation der deutschen Wehrmacht endete 1945 der Zweite Weltkrieg in Europa. Generäle der deutschen Wehrmacht unterzeichneten in der Nacht vom 8. zum 9. Mai 1945 ein entsprechendes Dokument vor den Siegermächten USA, Großbritannien, Frankreich und Sowjetunion in Berlin-Karlshorst. Russland feiert den Sieg über Deutschland am 9. Mai. © dpa-infocom, dpa:260509-930-57935/1