Parteien: Berliner FDP bestätigt Meyer als Parteichef

Datum09.05.2026 13:44

Quellewww.zeit.de

TLDRChristoph Meyer wurde mit 81,8 Prozent der Stimmen als Berliner FDP-Chef bestätigt. Er führt die Partei seit 2018 und ist Spitzenkandidat für die Abgeordnetenhauswahl. Ziel ist die Rückkehr ins Parlament nach dem Scheitern 2023. Meyer kritisierte den aktuellen Senat und kündigte ein Wahlprogramm mit Fokus auf einen funktionierenden Staat, Wohnungsbau und Bürokratieabbau an. Aktuelle Umfragen sehen die FDP mit drei bis vier Prozent.

InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Parteien“. Lesen Sie jetzt „Berliner FDP bestätigt Meyer als Parteichef“. Die Berliner FDP hat ihren Vorsitzenden Christoph Meyer im Amt bestätigt. Auf einem Parteitag in Neukölln stimmten 81,8 Prozent der Delegierten für den 50-Jährigen, der keinen Gegenkandidaten hatte.  Der Jurist Meyer war bereits von 2010 bis 2012 FDP-Landesvorsitzender und ist es seit 2018 wieder. Im März kürte seine Partei den früheren Bundestagsabgeordneten auch zum Spitzenkandidaten für die Wahl zum Berliner Abgeordnetenhaus. Seine wichtigste Aufgabe ist es, die FDP bei der Wahl am 20. September zurück in das Landesparlament zu bringen. Bei der Wahlwiederholung im Februar 2023 war die Partei an der Fünf-Prozent-Hürde gescheitert und aus dem Abgeordnetenhaus geflogen. Eine Rückkehr dürfte schwer werden: Umfragen im April und Anfang Mai sahen die FDP in Berlin bei drei oder vier Prozent. Auf ihrem Parteitag wollten die Delegierten auch über das FDP-Wahlprogramm beraten und abstimmen. Einige Schwerpunkte sind ein funktionierender Staat, mehr Wohnungsbau, mehr Freiräume für Unternehmer und Gründer, weniger Bürokratie und Regulierung, mehr Sauberkeit in der Stadt.  "Diese Stadt braucht endlich wieder eine starke liberale Kraft", erklärte Meyer. "Dreieinhalb Jahre CDU-geführter Senat sind dreieinhalb verlorene Jahre für Berlin – zu wenig Reformen, zu wenig Tempo, zu wenig Mut." © dpa-infocom, dpa:260509-930-57335/1