USA: Zwei Tote bei Angriff auf mutmaßliches Drogenboot im Pazifik

Datum09.05.2026 09:20

Quellewww.spiegel.de

TLDRDas US-Militär hat zwei mutmaßliche Drogenschmuggler im Pazifik getötet. Die Südkommandobehörde gab an, das Boot sei auf bekannten Schmuggelrouten unterwegs und von terroristischen Organisationen betrieben worden. Ein Überlebender wurde geborgen, dessen Status unklar ist. Seit 2019 greift die US-Regierung unter Trump wiederholt Boote mutmaßlicher Drogenhändler an, wobei über 100 Personen getötet wurden. Kritiker bezweifeln die Völkerrechtskonformität dieser Angriffe, insbesondere angesichts Berichten über getötete Überlebende.

InhaltDas US-Militär hat erneut angebliche Drogenschmuggler im Pazifik angegriffen. Dabei sollen zwei Männer getötet worden sein. Die US-Küstenwache wurde eingeschaltet, um einen Überlebenden zu bergen. Bei einem weiteren Angriff auf ein Boot mutmaßlicher Drogenschmuggler im Ostpazifik sind nach Angaben des US-Militärs zwei Männer getötet worden. Das Boot sei Geheimdienstangaben zufolge "entlang bekannter Drogenschmuggelrouten" unterwegs gewesen und "von als terroristisch eingestuften Organisationen" betrieben worden. Bei der Attacke habe es auch einen Überlebenden gegeben, teilte das für die Region zuständige Südkommando (Southcom) auf der Online-Plattform X mit. Deshalb sei die US-Küstenwache für Rettungsmaßnahmen eingeschaltet worden. Es gab zunächst keine Angaben dazu, ob die Person geborgen wurde. Die Regierung von US-Präsident Donald Trump lässt seit vergangenem Herbst immer wieder Boote mutmaßlicher Drogenschmuggler in der Karibik und im Pazifik angreifen. Dabei wurden nach Angaben des Militärs bereits weitaus mehr als 100 Personen getötet. Als rechtliche Grundlage für die Attacken führt Trumps Regierung den Umstand an, dass Drogenkartelle von ihr zu Terrororganisationen erklärt wurden. Kritiker zweifeln indes an, dass die tödlichen Angriffe in internationalen Gewässern völkerrechtlich zulässig sind. Für besonderes Aufsehen sorgten Berichte, wonach bei einem der Angriffe auch zwei Überlebende bei einer darauffolgenden Attacke getötet wurden, obwohl sie dem US-Militär zu diesem Zeitpunkt ohnehin faktisch ausgeliefert waren und nicht mehr flüchten konnten.