Datum09.05.2026 06:00
Quellewww.zeit.de
TLDR192 junge Teilnehmer treten beim Landesfinale des Plattdeutsch-Wettbewerbs in Güstrow an, um ihre Videos und Darstellungen zu präsentieren. Der Wettbewerb fördert die Regionalsprache und das Gemeinschaftsgefühl. Bildungsministerin Simone Oldenburg betont die verbindende Kraft von Plattdeutsch. Der Wettbewerb findet alle zwei Jahre statt, diesmal unter dem Motto "Plattdüütsch allerwägens ünnerwägens – 150 Johr Martha Müller-Grählert". Mecklenburg-Vorpommern unterstützt Regionalsprachen-Projekte finanziell. Niederdeutsch wird in mehreren norddeutschen Bundesländern gesprochen.
InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Regionalsprache“. Lesen Sie jetzt „Mehr als 190 junge Finalisten beim Plattdeutsch-Wettbewerb“. 192 Kinder und Jugendliche stehen an diesem Samstag (9. Mai) im Landesfinale des diesjährigen Plattdeutsch-Wettbewerbs. Sie wollen in Güstrow (Landkreis Rostock) ihre Videos, szenischen Darstellungen und Kurzfilme zum Thema präsentieren, wie das Bildungsministerium in Mecklenburg-Vorpommern mitteilte. Eine Fachjury bewertete die Beiträge nach Kriterien wie Aussprache, Interpretation, Originalität und Kreativität. "Sprachen, und dabei gerade das Plattdeutsche, verbinden Menschen und Generationen", sagte Bildungsministerin Simone Oldenburg (Die Linke). "Wer Plattdeutsch spricht, bewahrt nicht nur eine Regionalsprache, sondern stärkt auch das Gemeinschaftsgefühl in unserem Land." Insgesamt 219 Schülerinnen, Schüler und Kita-Kinder hatten demnach am Wettbewerb teilgenommen. Er wird alle zwei Jahre vom Institut für Qualitätsentwicklung des Ministeriums organisiert, diesmal unter dem Motto: "Plattdüütsch allerwägens ünnerwägens – 150 Johr Martha Müller-Grählert". Die pommersche Dichterin ist die Verfasserin des berühmten Songs "Wo de Ostseewellen trecken an den Strand". MV stellt nach Angaben des Ministeriums seit dem vergangenen Jahr jährlich 15.000 Euro für Projekte rund um die Regionalsprache zur Verfügung. Kitas und Kindertagespfleger könnten eine Pauschale von 1.500 Euro beantragen, um diese umzusetzen. Laut Heimatschutzverein umfasst das Gebiet, in dem die Regionalsprache Niederdeutsch zu Hause ist, die Länder Schleswig-Holstein, Hamburg, Niedersachsen, Bremen und Mecklenburg-Vorpommern sowie den Norden Nordrhein-Westfalens, Sachsen-Anhalts, Brandenburgs und Hessens. © dpa-infocom, dpa:260509-930-56094/1