Zuwanderung: Deutlich weniger Asylanträge in Brandenburg

Datum09.05.2026 04:00

Quellewww.zeit.de

TLDRIn Brandenburg ist die Zahl der Asylanträge im ersten Quartal 2025 deutlich gesunken (972 gegenüber 1.547 im Vorjahr), was einem bundesweiten und europäischen Trend entspricht. Der Rückgang wird vor allem auf weniger Anträge aus Syrien, Bangladesch und der Türkei zurückgeführt. Die Bundesregierung sieht sich durch diese Entwicklung in ihrer Migrationspolitik bestätigt. Eine europäische Asylreform mit verschärften Regeln tritt im Juni in Kraft.

InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Zuwanderung“. Lesen Sie jetzt „Deutlich weniger Asylanträge in Brandenburg“. In Brandenburg sind in den ersten drei Monaten dieses Jahres deutlich weniger Asylanträge gestellt worden als im Vorjahr. Im ersten Quartal seien 972 Asylanträge eingegangen, sagte eine Sprecherin des Sozialministeriums. Im gleichen Vorjahreszeitraum waren es in der Summe 1.547 gestellte Asylanträge. Damit spiegelt sich auch in Brandenburg der bundesweite Rückgang an Asylanträgen wider. Die Entwicklung in Deutschland entspricht einem europaweiten Trend: Im vergangenen Jahr wurden in den 27 EU-Staaten und den beiden Partnerländern rund 822.000 Anträge registriert, was einem Rückgang um etwa ein Fünftel im Vergleich zu 2024 (minus 19 Prozent) entspricht. Dies geht aus dem neuen Jahresbericht der EU-Asylagentur EUAA mit Sitz in Malta hervor. Grund für den deutlichen Rückgang ist dem Bericht zufolge vor allem, dass es weniger Asylanträge von Menschen aus Syrien (42.000, 2024 waren es 151.000), aber auch aus Bangladesch (37.000) und der Türkei (33.000) gab. In Syrien gibt es seit dem Sturz von Langzeitherrscher Baschar al-Assad Ende 2024 bei den Menschen Hoffnung auf eine bessere Zukunft.  Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) sieht sich durch die gesunkenen Asylzahlen in seinem Kurs bestärkt. Er sagt: "Wir haben aus einer Migrationswelle die Migrationswende gemacht." Die Bundesregierung setze auf Kontrolle und sei dabei, einen neuen Migrationspakt in Europa zu etablieren, "um die Zahlen der illegalen Migration weiter zu reduzieren". Am 12. Juni tritt die europäische Asylreform in Kraft. Darüber war jahrelang verhandelt worden. Die EU-Staaten hatten sich in den vergangenen Monaten noch auf zusätzliche verschärfte Regeln geeinigt. Dazu zählt etwa, dass EU-Staaten Menschen einfacher in Drittstaaten abschieben können, zu denen diese keinerlei Verbindung haben. © dpa-infocom, dpa:260509-930-55864/1