100-Kilo-Fliegerbombe: Bombenfund - 3.000 müssen Wohnungen in Eberswalde verlassen

Datum09.05.2026 03:30

Quellewww.zeit.de

TLDRIn Eberswalde müssen rund 3.000 Anwohner am Samstag ihre Wohnungen verlassen. Grund ist der Fund einer 100-Kilo-Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg nahe der Johanniskirche. Die Bombe soll vor Ort entschärft werden, eine Sprengung soll vermieden werden. Das Sperrgebiet umfasst einen Radius von 350 Metern und beinhaltet Schulen, Kitas und Senioreneinrichtungen. Eine Turnhalle dient als Notunterkunft.

InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „100-Kilo-Fliegerbombe“. Lesen Sie jetzt „Bombenfund - 3.000 müssen Wohnungen in Eberswalde verlassen“. Nach dem Fund einer Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg müssen rund 3.000 Menschen im Stadtgebiet von Eberswalde (Kreis Barnim) ihre Wohnungen verlassen. Sie seien am Samstag bis 8.00 Uhr aufgerufen, sich aus dem Sperrgebiet zu bewegen, sagte ein Sprecher der Stadt. Die Zone befindet sich rund um die Johanniskirche, dem Fundort der 100-Kilo-Bombe. Sie war am Dienstag bei Bauarbeiten entdeckt worden. Am Nachmittag soll die Bombe vor Ort entschärft werden. "Wir hoffen darauf, dass keine Sprengung notwendig sein wird", so der Sprecher. "Das Sperrgebiet ist dicht bebaut." Im Gebiet mit einem Radius von 350 Metern gibt es ihm zufolge Schulen, Kitas und Senioreneinrichtungen. Auch deshalb sei der Samstag als Tag für die Entschärfung gewählt worden. Damit eine mögliche Druckwelle besser entweichen kann, sollen in dem Bereich um die Johanniskirche die der Kirche zugewandten Fenster vollständig geöffnet sein, Rollläden sollen zugleich geschlossen bleiben. Wer keine andere Unterkunft hat, kann in die Turnhalle in der Alfred-Dengler-Straße kommen. Mitzunehmen ist nur das Nötigste wie Ausweisdokumente, Medikamente, wichtige Unterlagen und Tiere, die betreut werden müssen. Wer Hilfe benötigt, kann eine Hotline unter 03334 – 64 888 anrufen. Es wird auch empfohlen, Autos umzuparken. Die letzte größere Bombenentschärfung gab es dem Sprecher zufolge im Jahr 2024 in einem Gewerbegebiet in Eberswalde. © dpa-infocom, dpa:260509-930-55776/1