Datum08.05.2026 22:22
Quellewww.spiegel.de
TLDRDas Hauptgebäude der TU Berlin wird ab Samstag bis auf Weiteres wegen schwerer Baumängel geschlossen. Nasse Wände und Wasserschäden beeinträchtigen Stromversorgung und Brandschutz. Die Schließung trifft Lehrveranstaltungen und Verwaltung mitten im Semester. Wissenschaftssenatorin Ina Cyborra bezeichnete dies als "mittlere Katastrophe" und verwies auf einen jahrelangen Sanierungsstau an Berliner Hochschulen. Eine neue Hochschulbaugesellschaft soll künftig größere Bau- und Instandhaltungsprojekte zentralisieren.
InhaltAb Samstag kann das Haus bis auf Weiteres nicht mehr genutzt werden. Die Hochschulleitung verweist unter anderem auf nasse Wände und Wasserschäden, die auch die Stromversorgung und den Brandschutz beeinträchtigen könnten. Das Hauptgebäude der Technischen Universität (TU) in Berlin-Charlottenburg wird wegen Baumängeln dicht gemacht. Ab Samstag kann das Haus bis auf Weiteres nicht mehr genutzt werden, teilte die Hochschule mit. "Die Sperrung des Hauptgebäudes mitten im Semester ist natürlich schon eine mittlere Katastrophe", sagte Wissenschaftssenatorin Ina Cyborra (SPD) in der RBB-Abendschau. Die Schließung des Gebäudes in Berlin-Charlottenburg trifft Lehrveranstaltungen der Studierenden und die Verwaltung. Viele Gebäude der Berliner Hochschulen sind in einem schlechten Zustand, es gibt einen Sanierungstau. Im RBB sagte TU-Präsidentin Fatma Deniz, es gebe etwa nasse Wände und Wasserschäden, die auch die Stromversorgung und den Brandschutz beeinträchtigen könnten. In einer Mitteilung der Hochschule ist von "baulichen Auffälligkeiten" die Rede. Sie seien bei einer Begehung durch Behörden und die Berliner Feuerwehr festgestellt worden und würden nun weiter geprüft. "Aus Gründen der Vorsorge und zur Gewährleistung der Sicherheit aller Hochschulangehörigen wurde entschieden, das Gebäude vorübergehend zu schließen." Die TU Berlin arbeite derzeit intensiv daran, Lösungen für die kommenden Wochen zu entwickeln und umzusetzen, hieß es. "Der Universitätsleitung ist bewusst, dass diese kurzfristige Maßnahme für viele mit erheblichen Einschränkungen und Unsicherheiten verbunden ist." Wissenschaftssenatorin Cyborra sagte in der RBB-Abendschau, viele Baumängel hätten sich über Jahre angestaut. "Das muss jetzt einfach sehr strukturiert angegangen werden." Sie hoffe, dass es schnell zu pragmatischen Lösungen komme. Der Berliner Senat will die Sanierung baufälliger Hochschulgebäude voranbringen und beschloss im April die Gründung einer Hochschulbaugesellschaft (BHG). Sie soll sich zentral um alle großen Bau- und Instandhaltungsprojekte der landeseigenen Gebäude der elf staatlichen Hochschulen kümmern.