Datum08.05.2026 18:23
Quellewww.spiegel.de
TLDREine ukrainische Seedrohne wurde auf der griechischen Insel Lefkada entdeckt. Ein Fischer fand das unbemannte Fahrzeug in einer Küstenhöhle; der Motor lief noch. Die Drohne, möglicherweise vom Typ Magura V3, enthielt Zünder, aber keinen Sprengstoff. Griechische Behörden ermitteln die Herkunft und den Zweck des Fundes, da sowohl die Ukraine als auch Russland maritime Drohnen einsetzen.
InhaltVor der griechischen Insel Lefkada ist eine Seedrohne gestrandet. An Bord fanden Ermittler laut Medienberichten Zünder, aber keinen Sprengstoff. Nun rätseln sie, wie die Drohne an die Küste gekommen ist. An der griechischen Westküste ist eine Seedrohne angespült worden. Es soll sich dabei um ein unbemanntes Oberflächenfahrzeug (USV) handeln, das in der Ukraine hergestellt wurde. Das berichten die Nachrichtenagenturen Reuters und AP sowie das griechische Portal "Ekathimerini" . Ein Fischer fand die Drohne demnach am Donnerstag in einer Küstenhöhle auf der Insel Lefkada, die bei Touristen sehr beliebt ist. Der Motor lief den Berichten zufolge noch. Der Fischer schleppte die Drohne wohl zum nahe gelegenen Hafen von Vasiliki, wo sie der griechischen Küstenwache übergeben wurde. Am Freitag wurde sie zu einem Marinestützpunkt auf dem Festland transportiert, wie der griechische öffentlich-rechtliche Sender ERT berichtete. Ersten Erkenntnissen zufolge soll das Boot der Drohne des Typ Magura V3 ähneln. Dabei handelt es sich um explosive, ferngesteuerte Rammboote. In der Drohne sollen sich drei Zünder, aber kein Sprengstoff befunden haben. Bisher wissen die griechischen Behörden nicht, woher das Boot stammt und warum es in Griechenland strandete. Die Ukraine hatte im Schwarzen Meer Drohnenboote eingesetzt, um russische Marineschiffe anzugreifen. Auch Moskau setzt maritime Drohnen ein, die ähnlich designt sind. Die Behörden prüfen, zu welchem Zweck die Drohne im Einsatz gewesen sein könnte. Es gibt verschiedene Szenarien: Die Ermittlungen dauern an.