Datum08.05.2026 15:03
Quellewww.zeit.de
TLDRSchleswig-Holstein startet ein Pilotprojekt zur Eindämmung der Nutriapopulation mit 50.000 Euro. Die Landesregierung unterstützt die Jagd auf Nutrias, Waschbären und Marderhunde mit Fallen, um Deiche und Uferböschungen vor Schäden zu schützen. Die invasive Nagetiere stammen ursprünglich aus Südamerika und breiten sich seit ihrer Einführung zur Pelzgewinnung in Deutschland rapide aus. Die Bekämpfung wird als langfristige Aufgabe betrachtet.
InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Invasive Arten“. Lesen Sie jetzt „Schleswig-Holstein startet Pilotprojekt zur Nutria-Jagd“. Mit einem Pilotprojekt will Schleswig-Holstein die sich im Norden immer mehr ausweitende Population der Nutrias eindämmen. Die Landesregierung hat 50.000 Euro zur Unterstützung der Jagd auf Nutrias, Waschbären und Marderhunde mit Fallen bereitgestellt. Deren Bekämpfung sei "keine kurzfristige Aufgabe", sagte Landwirtschaftsministerin Cornelia Schmachtenberg (CDU) im Landtag. Mit dem Geld will Schwarz-Grün die Jägerschaft unterstützen, um Deiche, Uferböschungen und Binnengewässer vor Schäden durch die wühlende Art zu schützen. Schmachtenberg sprach im Plenum von gezielten Projekten. "Geeignete Fallen sollen bereitgestellt werden, die den Jagdausübungsberechtigten unbürokratisch ausgeliehen werden." Die Nagetiere stammen ursprünglich aus Südamerika und wurden zur Pelzgewinnung nach Europa gebracht. In Deutschland wurden sie ab 1926 in Pelztierfarmen gehalten. Immer wieder entkamen Tiere aus den Farmen oder wurden absichtlich freigelassen. In freier Wildbahn vermehrten sie sich schnell. © dpa-infocom, dpa:260508-930-53778/1