Datum08.05.2026 14:44
Quellewww.zeit.de
TLDRIntegrationsministerin Katharina Binz fordert die Aufhebung des Zulassungsstopps für freiwillige Integrationskurse. Sie betont, dass Sprache für Integration unerlässlich sei und der Zugang zu Deutschkursen nicht verwehrt werden dürfe. Das Bundesinnenministerium hatte Sparmaßnahmen beschlossen, die die Kurse nur noch für Personen mit „positiver Bleibeperspektive“ zulassen. Binz bezeichnete dies als integrationspolitisches Fehlsignal, das langfristig höhere Kosten verursachen könne. Mehrere Bundesländer unterstützen diese Forderung.
InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Integration“. Lesen Sie jetzt „Ministerin Binz pocht auf Integrationskurse“. Die rheinland-pfälzische Integrationsministerin Katharina Binz fordert die Rücknahme des Zulassungsstopps für die freiwillige Teilnahme an Integrationskursen. "Integration beginnt mit Sprache", erklärte die Grünen-Politikerin im Bundesrat in Berlin. "Wer will, dass Menschen arbeiten und Teil unserer Gesellschaft werden, darf ihnen den Zugang zu Deutschkursen nicht verwehren." Das Bundesinnenministerium hatte im Februar Einsparungen bei den Integrationskursen beschlossen. Die Kurse sollen künftig nur noch für Menschen mit "positiver Bleibeperspektive" zur Verfügung stehen. Der Zulassungsstopp sei integrationspolitisch ein völlig falsches Signal und verzögere Integration an entscheidender Stelle, kritisierte Binz. Integrationsleistungen machten nur einen vergleichsweise kleinen Teil der flüchtlingsbezogenen Gesamtausgaben aus. Mangelnde Integration könne langfristig höhere Kosten verursachen. In der Länderkammer hatten auf Antrag von Bremen, Niedersachsen, Hamburg und Rheinland-Pfalz gefordert, den Zulassungsstopp umgehend zurückzunehmen. © dpa-infocom, dpa:260508-930-53628/1