Buckelwal in der Ostsee: Mecklenburg-Vorpommern verlangt Auskunft über Zustand von Buckelwal

Datum07.05.2026 16:43

Quellewww.zeit.de

TLDRMecklenburg-Vorpommern fordert von einer privaten Rettungsinitiative Auskunft über den Zustand und den Standort eines Buckelwals. Trotz mehrfacher Aufforderungen wurden keine Daten vom angebrachten GPS-Sender geliefert. Das Land erwägt rechtliche Schritte. Eine Geldgeberin gibt an, dass der Sender zwar Signale liefert, aber eine Ortung unmöglich sei. Tierschutzorganisationen schätzen die Überlebenschancen des Wals gering ein.

InhaltDie private Rettungsinitiative hat bisher offenbar keine Informationen über Zustand und Ort des Wals abgeliefert. Das Land erwägt nun rechtliche Schritte. Das Landesumweltministerium von Mecklenburg-Vorpommern erwägt rechtliche Schritte gegen die private Rettungsinitiative für den Buckelwal. Es fehlten trotz mehrfacher Aufforderung noch immer Informationen zum Ort und Zustand des von der Ostseeküste abtransportierten Tieres, teilte das Ministerium mit. Eine Sprecherin des Ministeriums sagte, man verlange die Daten des am Wal angebrachten GPS-Senders oder Gründe, warum dies nicht möglich sei. Sollte dies nicht geschehen, werde das Ministerium rechtliche Schritte prüfen. Die Peildaten seien schon mehrfach vergeblich angefordert worden. Dem Ministerium zufolge war mit der Initiative vereinbart, dass ein GPS-Sender am Wal angebracht wird und Peildaten übermittelt werden. Das sei bislang nicht eingehalten worden. Nach Aussage von Karin Walter-Mommert, einer Geldgeberin der Initiative hinter dem Transport, liefert der Sender zwar Signale, eine Ortung des Tieres sei aber unmöglich. Am vergangenen Samstag war der Wal in der Nordsee freigesetzt worden. Aktuell ist unbekannt, wie es ihm geht und wo er sich aufhält. Tierschutzorganisationen hatten die langfristigen Überlebenschancen des Wals übereinstimmend als sehr gering eingeschätzt.