Vision Zero: Land will Programm gegen tödliche Unfälle auf Straßen

Datum07.05.2026 16:24

Quellewww.zeit.de

TLDRSchleswig-Holstein plant ein "Vision Zero"-Programm, um Verkehrstote zu verhindern. Verkehrsminister Madsen betonte die Notwendigkeit, Systeme so zu gestalten, dass Fehler keine Todesfälle verursachen. Im Jahr 2025 starben 94 Menschen im Straßenverkehr. Ein Antrag von CDU und Grünen fordert Maßnahmen wie sicherere Straßenüberquerungen und geschulte Unfallkommissionen. Der Antrag wird nun im Wirtschaftsausschuss beraten.

InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Vision Zero“. Lesen Sie jetzt „Land will Programm gegen tödliche Unfälle auf Straßen“. Die Landesregierung Schleswig-Holsteins will mit einem Verkehrssicherheitsprogramm erreichen, dass niemand mehr im Straßenverkehr stirbt. "Die Vision Zero ist eine Leitidee mit einem ambitionierten Ziel", sagte Verkehrsminister Claus Ruhe Madsen (CDU) im Landtag in Kiel. Im Fokus stehe, wie man Systeme so gestaltet, dass Fehler nicht zu schweren Verletzungen oder tödlichen Unfällen führen. "Infrastruktur, Technik und menschliches Verhalten sollen in Einklang gebracht werden, um Leben zu schützen", betonte der Minister. Die Unfallzahlen zeigten jedoch, dass das Land dieses Ziel bisher nicht erreicht hat. Laut dem Verkehrssicherheitsbericht 2025 starben in Schleswig-Holstein 94 Menschen im Straßenverkehr, wie aus dem Antrag von CDU und Grünen hervorgeht. Der Antrag fordert die Landesregierung auf, ein Verkehrssicherheitsprogramm zu entwickeln, das unter anderem folgende Maßnahmen umfasst: An Landes- und Bundesstraßen in Ortschaften sollen rechtliche Möglichkeiten genutzt werden, um das Überqueren zu erleichtern. Zudem sollen Unfallkommissionen durch gezielte Schulungen besser in der Lage sein, Vorschläge zur Entschärfung von Unfallschwerpunkten zu erarbeiten. Auch Gefahrenstellen, die durch unklare Verkehrsführungen oder Regelungen entstehen, sollen beseitigt werden. Der Antrag der Regierungsfraktionen wurde gemeinsam mit einem Alternativantrag von SPD und FDP einstimmig an den Wirtschaftsausschuss überwiesen und soll dort weiter beraten werden. © dpa-infocom, dpa:260507-930-48867/1